Freitag, 2. August 2013

Up up and away...

Gestern war Umzug. Herr H. wurde vermittels eines fahrbaren Untersatzes von Beelitz nach Brandenburg verlegt. Nun verbringt er die nächsten Tage in der Kurzzeitpflege der "Jedermann" Gruppe. Das ist im selben Haus, in dem wir morgen die Wohnung  für betreutes Wohnen in Beschlag nehmen werden. 2 Zimmer, Küche, Bad, 45 cm starke Ziegelmauern, gebaut im letzten Jahrtausend und ziemlich nett renoviert.



Hier werden Herr H. und Frau H. dann wohl ihren Lebensabend verbringen. So denn das Umzugsunternehmen morgen seinen Job ordentlich macht und Möbel und Kartons ordentlich in der richtigen Wohnung ablädt. Aber die werden ja wohl wissen, was sie tun!

Der erste Kontakt beim den Kollegen der J-G war durchweg angenehm. Das kann man einfach mal so sagen. Ob beim ersten Gespräch mit Frau Böttcher, bei der Wohnungsübernahme oder in der Kurzzeitpflege mit Frau Wittekoop. Das alles hat ersteinmal einen positiven Eindruck hinterlassen. Ja, und die neuen Bewohner stehen sogar schon auf der Geburtstagsliste, erstaunlich, erstaunlich...

Ja, bleibt ein kurzes Fazit des Aufenthaltes in Beelitz:

+ toller Park
+ faszinierende Architektur
+ Bockwurst und Knacker in der Cafeteria

- Pfleger, die einen anpaulen, wenn Herr H. mal wieder Wasser lassen muss
- Assi-Ärztinnen, die an Arroganz kaum zu überbieten sind
- Wartezeiten von über einer Stunde vom Klingeln bis zum Erscheinen einer Pflegekraft
- Zwangsberieselung mit RTL-Radio auf den Fluren
- und und und

Also, Schlußfolgerung: Man bekomme lieber keinen Schlaganfall! Leider ist die Reha Beelitz die Einzige in zumutbarer Reichweite, die Alternative wäre Wandlitz, nördlich von Berlin, gewesen.

Nachtrag:
Wie BumBumBoris sagen würde:

 Wir sind also drin!
Mit Ausnahme langsam, aber stetig steigenden Blutdruckes ob der um 8.45 immer noch  nicht erschienenden Möbelträger war der ganze Umzug ziemlich entspannt. Bis auf die unglaublichen 36 Grad im Schatten. Die haben uns allen das Wasser den Hintern runter laufen lassen.
Eigentlich stand auf dem Vertrag mit German Umzüge (ja, wörtlich!) 8.00 Uhr, aber wer will schon so kleinlich sein. Na ja, gegen ) Gegen 9.00 trudelten die Herren dann ein und los gings. Auf jeden Fall hat sich das ethnisch durchaus vielfältige Kollektiv von Möbelpackern fleißig bewegt und die Möbel schadlos 3 Treppen hoch gewuchtet. Respekt, Respekt.
Tja, und Sonntag  Mittag war die Wohnung dann soweit aufgeräumt, Herr H. rollert nun fleißig durch die neue Wohnung und hilf mental beim Einrichten. In den nächsten Tagen wird er von der Kurzzeitpflege in die eignen Wohnung wechseln und das "normale" Leben wird seinen Gang nehmen.

Montag, 17. Juni 2013

BOB, also Blog ohne Bilder

Heute mal ohne Bilder, weil es einfach nichts zu zeigen gibt.
Und auch nur mal son kurzes Statement, vielleicht zur Erklärung, warum ich derzeit nicht soooo kommunikativ bin.
Also, es dreht sich ja um Herrn H., der ja nun durch eine Fügung des Schicksals an den Rollstuhl geklebt wurde und dem auch im Kopf ziemlich durcheinander ist. Wenn das Gehirn meint, es will mal nachfragen, wer sich um die Schmutzwäsche kümmert, macht das Sprachzentrum halt die Frage nach der Postanschrift draus. Oder die Frage nach dem Geld zuhause könnte bedeuten, dass Herr H. nur wissen will, wie es Frau H., also deiner Lebensabschnittsgefährtin gerade geht. Bis man des Nachmittags beim Kaffee Sinn und Frage in Übereinklang gebracht hat, kann schon mal eine Stunde vergehen, und glaubt mir, in dieser Stunde hat man mehr als einmal böse Gedanken im Kopf.
Ja, und dieses wirre Spiel der Natur bringt sowohl Schwestern, Pfleger als auch Angehörige an ihre Grenzen. Obwohl alle wissen, dass Herr H. eben nicht wirklich etwas dafür kann... Aber: was tun?
An dieser Stelle setzte ich  mal eine Belohnung aus, für hilfreiche Tipps. Also sagen wir mal 2 Tassen Kaffee, davon eine für mich, ok?
Tja, und damit die ganze Angelegenheit nicht langweilig wird, liegt Frau H. nun auch mal  gerade in Krankenhaus. Vielleicht bekommen  ja die Ärzte irgendwann auch heraus, was ihr fehlt. Was Herrn H. fehlt, ist halt Frau H. Und bei den Irrungen und Wirrungen  im Kopf von Herrn H. bringt das Fehlen von Frau H. die kleine, wirre Welt im Kopf von Herrn H. vollends zum Zusammenbruch... es ist zum heulen, so einfach isses...
Ok, ok, ganz ohne Fotos gehts ja nun auch nicht:

deshalb hier mal Herr H.


bei seiner Lieblingsbeschäftigung... Ja, ich weiß, dass es schädlich ist, aaaaaber: das ist die einzige Ablenkung von öden Klinikalltag. Und liebe Ärzte, WAS spielt das jetzt noch für eine Rolle...


Mittwoch, 24. April 2013

Das war ja easy....

also, ich meine jetzt  mal die gestrige Befahrung. Das unangenehmste war auch schon der Verschleiß am Hintern während der unvermeidlichen rituellen (do you remember?) Darmreinigung im Vorfeld. Man gut, dass ich vorher kein Chilli gegessen habe.
Dieses mal durfte ich sogar zugucken. War total interessant. Ich war nur ganz leicht angedröhnt und hatte nen tollen Blick auf den Monitor.
Ja, und die Bilder des eigentlichen Aktes erinnerten dann mehr an einen Sci-Fi-Film aus der 50ern als denn an eine Durchfahrung des ausgangsseitigen Verdauungstraktes. Unspektakulär...
Und weil ich so tapfer war, bekomme ich das nächste Mal GAR keine Narkose. Hat mir zumindest Herr Kaiser versprochen :-)
Und für die ganz Tapferen unter euch  gibts hier:
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noch weiter
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aber jetzt
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...ein Tatortfoto.
Ja, das ist sie, die Stelle, wo die Schläuche zusammengetackert wurden. Schön, nicht wahr?

Donnerstag, 18. April 2013

Update, mal wieder und sowieso...

Also, aus der Klinik gibt es nicht wirklich gutes zu berichten. Herr H. kämpft mit den Folgen seines Schlaganfalls. Von Reha und Wiederherstellung ist nicht wirklich etwas zu merken. Und die Kommentare in den einschlägigen Foren zeigen, dass diese Klinik nicht zur besten Wahl gehört. Aber leider hat man keine wirkliche Alternative, wenn man aus dem Raum Brandenburg  kommt.
Nun warten wir mal den Montag ab, wenn ich mit der Sozialarbeiterin dort Details zum weiteren Werdegang bespreche.
Ansonsten ist die Klinik dort eigentlich ein kleines architektonisches Highlight. Sie befindet sich auff dem Geländer ehemaligen Lungenheilstätte Beelitz, am Rande des Flämings. Roter Backstein, Fachwerk und ein weitläufiger Park empfangen einen, wenn man dort durch den Park spaziert...




Leider hat auch der Verfall Einzug gehalten.






Immerhin waren hier früher zwei mehr oder weniger erfolgreiche Größen des deutschen Volkes zur Genesung, beide auch noch mit H geschrieben, Herr Hitler und Herr Honnecker :-)

Ach  ja, und dann war da heut noch mein 17.00 Uhr Termin. Bei Herrn Kaiser in Lachendorf, alles weitere kann man dem Blogeintrag von 21. Januar letzten Jahres entnehmen, nur dass der Ausgang des Unternehmens deutlich positiver ausgehen sollte :-)

Wie auch immer, ick meld mir, ok?

Samstag, 23. März 2013

Tja...

... wie immer Sonnabends und auch Sonntags (zumindest gefühlt ;-) ) war in  in der Klinik. Der alte Herr H. lag im Bett und sah nicht so gut aus. Da war der Kreislauf wohl im Eimer sagte, die Schwester in Blau. Und dann ist das wohl ein Virus unterwegs, ich hoffe mal nicht, das sich der alte Mann infiziert hat. Oder die Besucher.... Ick freu mir....
So, wir haben hier 16 cm Schnee, Minus eine Million Grad und Sonne satt. Aber freun kann ick mir nich dran...


Das ist so kalt hier, da verziehen sich sogar die Eiszapfen. Oder es herrscht gerade eine tempöräre Schwerkraftanomalie:



Samstag, 16. März 2013

Sonnabends immer wieder

treibt es mich ins Krankenhaus. Warum wohl ist der große Weltenschöpfer der Meinung, dass ich das brauche?



Nach ja, man bekommt eh immer das, was man nicht haben will, zum Beispiel Schnupfen.
Aber heute hatte er sich ne kleine Überraschung ausgedacht: Der alte Herr aus dem ersten Akt gab mir die rechte (!) Hand und drückte mir fast mit gewohnter Kraft die Finger zusammen. Ich hätte ja mal nie gedacht, dass mir das  soviel Freude bereiten würde :-) Für lange hat die Kraft nicht gereicht, aber wir sind ja auch erst am 7. Tag nach dem Schlaganfall. Also, Spaghettimonster, wenn Du so weitermachst, verspreche ich Dir, dann schwöre ich  dem Atheismus ab und werde bekennender Pastafarianer, oder wegen  mir auch Copyist oder was auch immer, aber ohne Beschneiden! Das is ja dann nämlich  beim Pullern, als würde man  nen Nacktmull



streicheln ;-)

Dienstag, 12. März 2013

Ich war im Krankenhaus,

mal wieder, selbes Haus, selbe Etage, andere Station. Ne ne, keine Schreck bekommen, die Hauptakteure sind dieses Mal:

H., mein Vadder, der mit dem Schlaganfall
LAG, seine Lebensabschnittsgefährtin
P, der Sohn von H. und diverse Statisten

1. Akt
H. ruft bei P. an, weil H. plötzlich  nicht mehr laufen kann.
P. denk an das, was er im Ersthelferkurs gelernt hat und findet keine passenden Sympthome. H. bekommt eine Nacht Aufschub (auf eigenen Wunsch "Das wird schon wieder") und die Bereitschaftsärztin tippt auf Thrombose. Also: ab ins Krankenhaus. Und hier passiert das Unglaubliche. Vom Anruf bei der zentralen Bereitschaftsnummer 116117 bis zum Eintreffen des Krankenwagens vergeht eine knappe Stunde, wohlgemerkt, in der Zeit war auch die Bereitschaftsärztin da und hat H. untersucht.
Ja, un d der erste Akt endet mit einem Besuch von P. und der LAG im Krankenhaus und ein paar aufmunternden Worten...

2. Akt
Neu hinzukommente PErsonen: Schwestern in der neurologischen Klinik
Nach dem P. in nur 5 Stunden von eine netten Kleinstadt nach Brandenburg gerast ist, gibt es einen spätabendlichen Besuch in der Klinik für Neurologie, in die H. mittlerweile verlegt wurde. H. ist schläfrig und benommen, und P. versucht wieder aufmunternd zu sein. Das klappt zumindest bei den Schwestern :-) Aber da hab ich  ja Erfahrung ohne Ende . Auf jeden Fall ist H. nun in Obhut und P. fährt nach Haus und fällt wohlverdient irgendwann ins Bett.

Pause :-)

Freitag, 1. Februar 2013

1. Februar

Hallo, allerseits, ich gestatte mir, mir heute selber mal zu Gratulieren, zum ersten Geburtstag nach dem Tag X. Also Peter, denn wünsch ich Dir mal alles Gute, dass Du in Zukunft DIE Versicherungsbeiträge umsonst bezahlen mögest, dass du nur noch zu Besuchen ins Krankenhaus musst und vor allen, dass Du weiterhin so ein cooler tiefenentspannter Typ bleiben mögest... Geschenke nehm ich gern entgegen :-)