Montag, 24. September 2012

News....

So, nun ist es amtlich: Ich schlage Montag in der Firma ein. Ich hab mich dann doch für das Hamburger Modell mit den Arbeitszeiten entschieden. :-) Also werde ich erstmal 4 Wochen 4 Stunden arbeiten, dann sehen wir weiter, sagt der Doc. Ich freu mich...


Tja, dann war da noch das "Hotel" im Harz, genau gesagt am Oberbecken der Talsperre "Wendefurth".

Ich zitier mich mal selber aus meiner Bewertung in "TripAdvisor":


Das Hotel / Reiterhof präsentiert sich im DDR-Chic der 70er Jahre. Es ist ein Standard-Plattenbau, wie er in der DDR für Kasernen und Wohnheime verwendet wurde. Dagegen ist erstmal nichts zu sagen. Wenn man jedoch den Eindruck gewinnt, dass hier mit minimalen Mitteln Geld verdient werden soll, so liegt das zum Beispiel daran, das die Zimmer zwar neu gemalert wurden, aber die Ausführung eine extreme Schlampigkeit an den Tag bringt.



 Fenster lasssen sich nicht im Kipp-Stellung bringen, was zumindest nachts vorteilhaft ist. Das mag daran liegen, dass diese vermutlich zu Ehren des VII. Parteitages der SED das letzte Mal gewartet wurden. Farbe ist eben nicht alles!



Die Möbel vermittel ein authentisches Lebensgefühl dieser besagten 70er Jahre, was eigentlich  wie schon gesagt nicht so dramatisch wäre, wären da nicht die Spax-Schrauben, die die Möbel allenthalben zusammenhalten. Na ja, irgendwie muss man ja ostdeutsche Stahlrohrmöbelromantik am Laufen halten.




Laut Aussagen des Managers waren die Matrazen aber neu. Dem stimmte mein Rücken denn auch zu, zumindest waren sie nicht andeutungsweise ein- oder durchgelegen.






Über die knapp 3,5 m² "Bad" gibt es nicht viel zu sagen. Es funktioniert. Ich  empfehle Leuten mit großen Füßen, das Bad rückwärts zu betreten, weil man darin nur schwer wenden kann. Die  Keramik erfüllt ihren Zweck, wenn auch das DDR-Waschbecken wegen seiner Risse mit besonderer Vorsicht behandelt wurde. Immerhin wäre diese Sanitärcelle im Falle einer Magen-Darm-Infektion in der Lage, vorder- und rückseitige Notfälle _gleichzeitig_ zu versorgen!  Man kann bequem aus der Sitzposition heraus das Waschbecken bedienen :-)


Eines jedoch gab es im Bad nur sehr spärlich: waagerecht angebrachte Dinge:






Der Hotelmanager war sich wohl der Austrahlung bewußt, als er sagte: " Es ist nicht schön, aber sauber". Diese Aussage wurde von einer Handvoll toter Fliegen im Zimmer relativiert. Seine "Rezeption" beseht aus einer Sitzgruppe anmutiger Plüschmöbel im Eingangsbereich, hier gab es eine äußerst wortreiche, sehr bemühte  Einführung in Haus und Umgebung und eine Handvoll von Ausflugstipps. Leider konnten wir, da nur auf der Durchreise, diese Tipps nicht testen mit Ausnahme des faszinierenden Blickes auf das abgelassene Oberbecken des Pumpspeicherwerkes Wendefurth.
Das Frühstück war genießbar. Die Eier waren hart, aber nicht blau, das Personal war bemüht. Immerhin! Wobei eben auch hier manchmal Fachkräfte die bessere Wahl sein würden.  Leider gab es keine warmen Speisen, die das kalte Restaurant etwas  erträglicher gemacht hätten. Und Hunde am Nachbartisch zum Frühstück, das geht ja wohl gar nicht... Hier beschränke ich mich mal auf sehr gut erhaltenen Plastik (!) Eierbecher...



Fazit: Übernachten kann man da sicher, Urlaub machen über mehrere Tage nur mit erhöhter Leidensfähigkeit... Leider...

Und: Nimmer lehnen aus Fenster...


Dafür kann ich aber aus etwas empfehlen, nämlich die Restauration "Zum Klosterfischer" in Blankenburg.
Excellente Speisen, aufmerksame und fachkundige Bedienung und ein angenehmes Ambiente laden zum Wiederkommen ein, es geht als auch niveauvoll, wenn man will, auch  im Osten!

Ja, damit wäre unsere kleine Rundreise denn auch schon beendet gewesen, wäre da nicht die Raststätte "Körling" an der B81. Würzfleisch ohne Worchester-Souce, Soljanka ohne Zitrone, dafür mit Schlagsahne, das geht ja wohl gar nicht. Glatte 6, setzen!