Donnerstag, 1. November 2012

Über Halloween...

werde ich hier nichts schreiben. Das Theater geht mir dann denn doch zu sehr auch  die Dingense, da, weiter unten.
Stattdessen freue ich mich, dass ich nach nur 4 Wochen doch schon einen Netzwerkzugang habe und wenigstens Mails abrufen kann. Ins  Internet brauche ich  ja eigentlich nicht mehr zu gehen, da die Firma sehr viel Aufwand reingesteckt hat, mich vor mir selber zu schützen. Googeln kann man zwar, aber die meisten Ergebnisse sind geblockt. Na toll... Also wird nicht mehr rechercheirt, so einfach kann das sein.
Ja, und dann war ich gestern auch noch in der onkologischen Praxis in Celle, zum Spülen des Ports. In Erwartung strengen Chemiegeruches und enger Behandlungsräume machte ich mich also auf den Weg und wurde aufs Ärgste enttäuscht. Frische Luft und 4 Plätz ein einem Behandlungsraum haben  mich überrascht. Und als mich die nette Tante dort fragte, ob ich einen Kaffee haben wolle, klappte mir der Unterkiefer runter... So gehts also auch, liebe Brandenburger.
Jo, und das wars dann auch schon wieder... Ach so, ab heute arbeite ich also wieder ne Stunde länger, na ja, muss halt sein :-)

Samstag, 20. Oktober 2012

3 Wochen in der Firma sind um...

und so ergibt es sich, dass euer Erzähler mit zwiegespaltenen Gedanken hier vor der Tastatur dieses elektrischen Schreibgerätes sitzt und überlegt, wie er seine Eindrück dieser ersten 3 Wochen in der alten neuen Firma darniederschreibt. Zunächst gilt es jedoch abzuwägen, wie man die zweifelsohne ständig latent vorhandene Situationskomik mit dem gebotenen Respekt behandelt.
Einige Dinge ändern sich nie, andere Sachen weisen eine durchaus atemberaubende Dynamik auf. Wobei die Langsamkeit des Seins Seite an Seite mit rasanten Veränderungen lebt.
So bin ich immer noch ohne Netzwerkzugang, Accountdaten und Berechtigungen für Zugriffe im Netzwerk. Nun ja, vielleicht waren 6 Wochen Vorwarnzeit einfach viel zu kurz bemessen, um derart tiefgreifende Dinge zeitgerecht zu organisieren. Wie gern denke ich an die unorganisiserten und ineffektiven Zeiten zurück, wo man Derartiges in wenigen Tagen zu realisieren wagte. Und gegebenenfalls durch ein kurzes Telefonat mit den Kollegen im Nachbargebäude Vieles enorm schnell lösen konnte.
Einige Dinge sind so geblieben, als wär die Dingzeit mit meinem überhasteten Abflug stehengeblieben und hätte mit meinem Wiederauftritt erst wieder Takt und Lauf gewonnen. Meetings finden immer noch zu selben Zeit statt, Kollegen gehen immer noch zu selben Zeit essen.
Und dann war da ja noch der neue Chef, der freundlich mit dem Satzfetzen  " Ich replace ja jetzt ..." meine ungeteilte Aufmerksamkeit erheischte. Worauf ich ihm zu verstehen gab, dass ich relativ gut deutsch spräche und er sich mir gegenüber durchaus in dieser Sprache ausdrücken könne ;-) Der Blick in große runde Kinderaugen war denn auch mein Lohn. Allen Kollegen, die freiwillig oder unfreiwillig in einer derartige Position gerutsch sind, sei auf das Dringlichste der Blick ins Buch und das Verstehen des Anliegens des folgenden Buches ans Herz gelegt:


Ja ja, das Peter-Prinzip ;-)

In diesem Sinne freue ich mich auf die nächsten Episoden in jenem Theater....


Montag, 24. September 2012

News....

So, nun ist es amtlich: Ich schlage Montag in der Firma ein. Ich hab mich dann doch für das Hamburger Modell mit den Arbeitszeiten entschieden. :-) Also werde ich erstmal 4 Wochen 4 Stunden arbeiten, dann sehen wir weiter, sagt der Doc. Ich freu mich...


Tja, dann war da noch das "Hotel" im Harz, genau gesagt am Oberbecken der Talsperre "Wendefurth".

Ich zitier mich mal selber aus meiner Bewertung in "TripAdvisor":


Das Hotel / Reiterhof präsentiert sich im DDR-Chic der 70er Jahre. Es ist ein Standard-Plattenbau, wie er in der DDR für Kasernen und Wohnheime verwendet wurde. Dagegen ist erstmal nichts zu sagen. Wenn man jedoch den Eindruck gewinnt, dass hier mit minimalen Mitteln Geld verdient werden soll, so liegt das zum Beispiel daran, das die Zimmer zwar neu gemalert wurden, aber die Ausführung eine extreme Schlampigkeit an den Tag bringt.



 Fenster lasssen sich nicht im Kipp-Stellung bringen, was zumindest nachts vorteilhaft ist. Das mag daran liegen, dass diese vermutlich zu Ehren des VII. Parteitages der SED das letzte Mal gewartet wurden. Farbe ist eben nicht alles!



Die Möbel vermittel ein authentisches Lebensgefühl dieser besagten 70er Jahre, was eigentlich  wie schon gesagt nicht so dramatisch wäre, wären da nicht die Spax-Schrauben, die die Möbel allenthalben zusammenhalten. Na ja, irgendwie muss man ja ostdeutsche Stahlrohrmöbelromantik am Laufen halten.




Laut Aussagen des Managers waren die Matrazen aber neu. Dem stimmte mein Rücken denn auch zu, zumindest waren sie nicht andeutungsweise ein- oder durchgelegen.






Über die knapp 3,5 m² "Bad" gibt es nicht viel zu sagen. Es funktioniert. Ich  empfehle Leuten mit großen Füßen, das Bad rückwärts zu betreten, weil man darin nur schwer wenden kann. Die  Keramik erfüllt ihren Zweck, wenn auch das DDR-Waschbecken wegen seiner Risse mit besonderer Vorsicht behandelt wurde. Immerhin wäre diese Sanitärcelle im Falle einer Magen-Darm-Infektion in der Lage, vorder- und rückseitige Notfälle _gleichzeitig_ zu versorgen!  Man kann bequem aus der Sitzposition heraus das Waschbecken bedienen :-)


Eines jedoch gab es im Bad nur sehr spärlich: waagerecht angebrachte Dinge:






Der Hotelmanager war sich wohl der Austrahlung bewußt, als er sagte: " Es ist nicht schön, aber sauber". Diese Aussage wurde von einer Handvoll toter Fliegen im Zimmer relativiert. Seine "Rezeption" beseht aus einer Sitzgruppe anmutiger Plüschmöbel im Eingangsbereich, hier gab es eine äußerst wortreiche, sehr bemühte  Einführung in Haus und Umgebung und eine Handvoll von Ausflugstipps. Leider konnten wir, da nur auf der Durchreise, diese Tipps nicht testen mit Ausnahme des faszinierenden Blickes auf das abgelassene Oberbecken des Pumpspeicherwerkes Wendefurth.
Das Frühstück war genießbar. Die Eier waren hart, aber nicht blau, das Personal war bemüht. Immerhin! Wobei eben auch hier manchmal Fachkräfte die bessere Wahl sein würden.  Leider gab es keine warmen Speisen, die das kalte Restaurant etwas  erträglicher gemacht hätten. Und Hunde am Nachbartisch zum Frühstück, das geht ja wohl gar nicht... Hier beschränke ich mich mal auf sehr gut erhaltenen Plastik (!) Eierbecher...



Fazit: Übernachten kann man da sicher, Urlaub machen über mehrere Tage nur mit erhöhter Leidensfähigkeit... Leider...

Und: Nimmer lehnen aus Fenster...


Dafür kann ich aber aus etwas empfehlen, nämlich die Restauration "Zum Klosterfischer" in Blankenburg.
Excellente Speisen, aufmerksame und fachkundige Bedienung und ein angenehmes Ambiente laden zum Wiederkommen ein, es geht als auch niveauvoll, wenn man will, auch  im Osten!

Ja, damit wäre unsere kleine Rundreise denn auch schon beendet gewesen, wäre da nicht die Raststätte "Körling" an der B81. Würzfleisch ohne Worchester-Souce, Soljanka ohne Zitrone, dafür mit Schlagsahne, das geht ja wohl gar nicht. Glatte 6, setzen! 

Montag, 27. August 2012

Zum vorerst letzten Mal

werde ich heut meinem Blog bemühen und letzte Neuigkeiten absondern.
Am vergangenen Freitag war ja nun das "Abschlußgespräch", mit dem die Behandlung formal ihr Ende findet.
Herr J. aus B. (mein Arzt) konnte eigentlich nicht soviel sagen. Oder besser, nichts neues sagen, was ich noch nicht wußte.
Aus seiner Sicht ist das Thema erstmal durch. Dem entsprechen auch die Ergebnisse des letzten Bluttests. Der Tumormarkerwert CEA, also ein Maß für die Existenz von Antikörpern im Blut, die gebildet werden, wenn der Körper sich mit Krebszellen auseinandersetzt, liegt bei 1,2 ng/ml, wobei der Normwert bei 5 ng/ml liegt, also gut unterhalb des Grenzwertes.
Zusätzlich gab es eine Entwarnung für meinen Nachwuchs, denn es gibt keine Hinweise auf ein genetisch bedingtes Entstehen des Tumors. Also auch schon mal was Positives. Wird es bei mir wohl doch am Kantinenessen oder am Koko(TM) gelegen haben ;-)
Na, und die Blutzuckerwerte gehen auch stetig zurück, das scheint sich auch wieder zu stabilisieren. Na ja, ich futter ja auch Hefe und vergäre das dann innerlich gleich zu Alkohol, funktioniert ganz gut.Das erklärt dann auch gleich mal meine Aussetzer :-)
Die Behandlungsrichtlinien sehen weitere Untersuchungen nach 3 Monaten ab Behandlungsabschluss vor, also werde ich die wohl eher in Celle absolvieren. Das werden dann CT und Ultraschall sein...
Womit wir zum Wichtigsten kommen: Wann kann ich wieder in meiner zweiten Heimat einschlagen... So, wie ich  mir derzeit manchmal fühle, würde ich das mit der Wiederkehr des Halleyschen Kometen zusammenlegen... Praktisch hängt das vom Rückgang der Nebenwirkungen ab und der Doc meint, im Schnitt ist man nach 3 Monaten wieder in etwa so fit wie vor der Krankheit. Und dann gehts wieder zum Eishockey ;-) Also würde ich den Termin 1. Oktober erstmal mit einem Fragezeichen versehen und das dann kurzfristig entscheiden (lassen).

So, das wars dann erstmal von der K-Front. Ich werde gelegentlich neue Erkenntnisse hier veröffentlichen und euch auf dem Laufenden halten... Bis dahin bleiben wir sowieso irgendwie in Verbindung...

Bis denn denn also, sayonara harakiri, bye bye, do swidanie und so...

Peter

Immer unter dem Motto





Dienstag, 31. Juli 2012

Feddisch...

oder besser, fast fertig. Die Chemo ist so unspektakulär fertig geworden wie sie begonnen hat.
Ein paar Stunden angestöpselt, ein Medikament weggelassen wegen der kribbelnden Finger, bei offenenm Fenster (!) und ohne meine Lieblingsschwester. Die laborierte an gezogenen Weisheitszähnen rum und zog es wohl vor, nicht gesehen zu werden:


Das hat sie auch sehr erfolgreich praktiziert :-)

Jo, nun sitze ich wieder mal hier im Wintergarten, kann nicht schlafen und freu mich, wie der Himmel langsam hell wird und warte darauf, dass sich vielleicht doch noch etwas Müdigkeit einstellt. Notfalls muss ich   mit nem Whisky nachhelfen. Aber das kenne ich ja.
So, morgen kommt die Pumpe dann zum letzten Mal ab und ich kann sagen:


Auch wenn die Chemo nun fast beendet ist, werde ich diesen Blog sporadisch weiterführen und hier und da meine geistigen Ergüsse absondern, solange ich euch noch nicht in Persona belästigen kann.
An dieser Stelle schon mal vielen Dank für eure Kommentare und Feedbacks. Ich kann sagen, dass mir das ein ganzes Stück weit geholfen hat, diese anstrengende Zeit zu überstehen und die Lust am Leben nicht zu verlieren.




In diesem Sinne: Vielen Dank und man liest sich (weiter)!

Sonntag, 29. Juli 2012

It's a long way...

... to Celle, aber ich bin ihn gegangen ( oder besser gefahren) und im nachhinein gesehen, war er gar nicht sooo lang.
Es war schon ein merkwürdiges Gefühl, nach so langer Zeit wieder in Celle einzufliegen und die Firma zu besuchen. Und es war ein sehr gutes Gefühl, nach fast 5 Monaten Freunde und Kollegen wiederzutreffen.
Leider hat fürs Paddeln die Kondition nicht gereicht, aber das bißchen, was ich noch hab, hab ich voll und ganz dem Grillevent nach dem Paddeln zur Verfügung gestellt. Erfolgreich, wie mir scheint.

Morgen gehts dann zur letzten rund in die Praxis. Ich werds genießen :-) Ihr könnt ja an mich denken und irgendwas auf mein Wohl trinken.

Tja, und zu dem Regenguss heut nachmittag, den ich anstelle meiner geplanten Motorradtour erleben dürfte, fällt mir nur das hier ein:



Holt schon mal Bretter und Nägel raus, für die Arche 2012...



Dienstag, 17. Juli 2012

It's done (beinahe)

Moin, allerseits!

Zunächste mein Kommentar zum Wetter:







Dann das Wichtigste:

Macht soooo viel Spaß! Aber die Guzzi gibt es immer noch!

Tja, und dann war da noch die Chemo. Wieder eher unspektakulär, ohne Streß, ohne Weiber, die im Zug sitzen ( oder denken es zu tun) und vor allem mit Internet! Aber es war niemand online... Aber ich hatte ja genügend Filme dabei und hab  mich mit dem "Letzten Luden"



amüsiert... Was mir erstaunte Blicke seitens der Mitpatienten einbrachte, weil die j anicht wußten, WAS ich da gucke. Aber das hatten wir ja schonmal und ich war gewissermaßen doppelt amüsiert.

So, mehr weiß ich dazu nicht zu sagen:...

Sonntag, 8. Juli 2012

Good Vibes...

Bikerwetter, ich mitten drin. Die Guzzi hat mitgespielt, das Wetter ebenso. Gegen die kribbelnden Finger gibt es wohl einfach nix besseres, als die Vibes von nem V2...


Das sieht wohl auch BB so :-)

Na ja, und dazu noch  nen genialen Gitarrensound, und dann kanns kaum besser werden!


ein Gott...

In diesem Sinne: ich hab ne "gute" Woche vor mir, ihr wohl ne Woche Arbeit oder Urlaub, macht was draus. Ich tu's!

Ach so, für alle, die meine Guzzi nicht kennen, hier mal ne Impression aus dem vergangenen Jahr:

V2 - Good Vibes


Samstag, 7. Juli 2012

Der Regen rinnt...

was macht das schon... Den Rest kennt ihr ja schon ;-)

Ja, der Regen ist gerade mal gut, zumindest für mich. Das passt das Wetter dann gerade genau dazu, wie ich mich fühle. Irgendwie durchn Wolf gedreht, mehrfach umgerührt und ausgekippt. Ich glaub, dieses mal isses voll aufs Gehirn gehschlagen. Ich bin sowas von durch'n Wind, und schlafen könnt ich  rund um die Uhr. Was ich auch tapfer tue. Und dabei isses so scheiße warm hier. Fast wie bei euch überm Teich... Wie war denn eigentlich der 4th of July?
So, dann muss ich noch mal mit den Braunschweigern reden, die schicken mir den ganzen doofen Regen her. Das geht so nicht... weiter, meine ich :-) Also, tut endlich was!!!

Liebe Grüße

P.

Ach, übrigens, seit langem mal wieder den hier geguckt, einfach herrlich!!!




Montag, 2. Juli 2012

Nummer 10 ist durch

Ja, wie schon der Titel sagt, Nummer 10 ist durch. Bis jetzt komplikationslos, wir haben ja heut auch 2 Stunden mehr benötigt, um das Zeuchs umzupumpen. Ich  komme mir immer irgendwie wie ein Cyborg vor, der gerade wieder Betriebsstoff bunkert.
Ich hab meinen Liegsessel noch gar nicht richtig warmgelegen, da stand ne blonde Tante vor mir und _forderte_ von mir, das Fenster zuzumachen, weil es ihr zieht. Meine Frage "Jacke?" schien sie nicht zu verstehen, offenbar hatte sie ein anderes Deutsch als ich. Ich hab dann das Fenster angeklappt und mit einem "Bleibt so" und nem bösen Blick war das Thema durch. Sie ist dann ziemlich angepißt abgezogen, und mußte dann genau mir gegenüber Platz nehmen. Mit Stöpseln in den Ohren hab ich mir dann nen Spaß gemacht, sie ständig anzugucken. Hat sie nicht lange ausgehalten, und zur Strafe hat se mich dann noch an ihren Ollen verpetzt. Blöde Tante...
Ja, das was dann heut auch schon das alleraufregendste. Ich hab  keine neuen Geschenke bekommen, Internet ging erwartungsgemäß wieder, also alles Bestens...

Mittwoch ist die olle Pumpe dann wieder ab, und dann ist wieder  Rekonvaleszenz angesagt.

Liebe Grüße aus der Zone ins Zonenrandgebiet und übern Teich...

Peter

Ach ja,  ein paar neue Fotos jibbet auch:
Wenn man nicht schlafen kann und zufällig ein Gewitter in der Nähe ist, So, 1.7, frühmorgens

Interessiertes Gucken...


David gegen Galiath, oder Phase IV hat begonnen



Eichenprozessionsspinner, nur der Anblick dieses Gespinstes erzeugt virtuellen Juckreiz, hab ich selbst getestet... und davon gibt es hier gerade Tausende, nebst Millionen von Raupen...

Sonntag, 24. Juni 2012

Ick wunda mir üba ja nischt mehr...

Gestern war die Familiengeburtstagsfeier angesagt und meine Kinder nebst Angetrauten haben meine Geschenkesammlung vervollständigt.
Nach dem Auspacken war mir klar, warum alles so ist, wie es ist... Ich werde nie wieder Scherze machen ( ich sag nur Voodoo Puppe) ! Versprochen!
Was ich ausgepackt habe, war denn auch das hier:



Im Detail beinhaltet die Puppe folgende liebevoll gestalteten Einzelheiten:



Man beachte auch das Klo und die Reserveklopapierrolle im Köfferchen! Und vor allem das Nähset, mit dem ich meine Puppe individuell gestalten kann und vor allen selber bestimmen kann, was mir wann wehtun soll :-)

Sind das nicht allerliebste Kinder?

Mittwoch, 20. Juni 2012

Willy Astor


So, nachdem ich kurzfristig bei einem Willy-Astor-Besuch aushelfen musste, kann ich ja mit neu gelerntern Vokabeln angeben:

Kugelschrei-Bär
Akkuschrau-Bär

Und ich weiß, dass eine gewisse Frau aus Bär-lin ihren Senf dazu absondern wird!


Und Gitarre spielen kann der Mann:

http://youtu.be/VC7D2na_ajw

Einfach unglaublich...

Dienstag, 19. Juni 2012

Besser später als nie...

gibt es heut den Blogeintrag über die aktuelle Druckbetankung.

Gestern war der schlimmste Tag, den ich bisher dort erlebt habe:

Mein Internet ging nicht!

Das war ja wohl die Katastrophe schlechthin. Mal sehen, ob die Onkelz und Tanten von Vodafone einfach meinen Vertrag, dessen Kündigung ich zurückgenommen hatte, gekündigt haben. Zeitlich würde das ja passen, Na ja, wieder ein UMTS-tick übrig und ich kann mir nen billigeren Tarif besorgen.
ansonsten war die letzte Runde absolut unspektakulär. Mir gings/ geht es unerwartet gut. Da staunt der Fachmann und der Laie wundert sich. Mal sehen, wie sich das die nexten Tage so weiterentwickelt.

So, hier dann noch die philosophischen Ergüsse, mit denen ich meinen Blog so gerne würze :-)
Aber erstmal gibt es:

die Frühstückspause :-)

So, nun geht es weiter. Da hab ich doch letzten Mittwoch in Berlin folgendes abgelichtet:


Wer schützt eingentlich meine Nationalflagge?

Montag, 11. Juni 2012

Die doofen Tage...

... sind wohl wieder mal durch. Wie schon mal angedeutet, wird es nicht besser. Es dauert eigentlich immer länger,  bis so das normale Betriebsregime im Körper einkehrt. Nun, da ich noch 4 Sitzungen  vor mir habe, erahne ich, was mich in etwa noch so erwartet. Aber es sind ja eben nur noch 4 Sitzungen, dann hab ich DAS erstmal durch.

http://youtu.be/pZTZKM2Ss1A   (Satire !!!)

Donnerstag, 7. Juni 2012

Während ich auf irgendwas warte...

genieße ich das hier:


Gerade im I-Net entdeckt...

http://www.kosmophone.com/sounds/KosmoBell1.exc.mp3

auf

http://www.kosmophone.com/

Montag, 4. Juni 2012

Da isser wieder...

... und läßt sich wieder chemisch behandeln. Runde 8 ist angesagt und damit neigt sich die ganze Angelegenheit hier deutlich dem Ende zu.
Heut hab ich hier  die Höchststrafe erwischt, ich und lauter ältere Damen (ich weiß, dass das stilistische grad nicht so doll war). Einige davon haben der Queen bestimmt schon bei der Thronbesteigung   zugewunken. Nicht, dass sie mich als Jungspund hier noch zum Kaffeeholen schicken :-(
Jo, ansonsten gibts hier grad nicht soviel tiefgreifend zu behandelnde Ereignisse.  Aber mal sehen, vielleicht gibt ja die Situationskomik hier noch einiges her, dann lasse ich euch prompt teilhaben.
Ach ja, gestern wär ich übrigens gern in London gewesen. War schon ein cooler Anblick dort auf der Themse... Ich glaub, BettyBo hatte ein bißchen Pipi in den Augen, oder etwa nicht?

Update: Heut gehts mir, wie es einem nach der Chemo gehen sollte: BESCHISSEN...
Wer auch immer meine Voodoo-Puppe gerade misshandelt: Es reicht für heute...

Na ja, und die Situationskomik war denn auch nicht mehr so prall... Hab ich lieber Springsteen un Volbeat gehört und ein wenig Iron Sky geguckt, war wesentlich unterhaltsamer...


Donnerstag, 31. Mai 2012

Der Boss war hier...

... nun ja, nicht mein Boss, sonder DER BOSS. Bruce Springsteen hat gestern abend wohl sein bestes Konzert in Deutschland gegeben. Drei Stunden lang hat er das Olympiastadion gerockt.
Vor der imposanten Kulisse des Olympiastadions hat der alte Herr sowohl alte Hits wie "Bad Lands", "The River"  oder natürlich "Born in the USA"  als auch die tollen Songs seiner neuen CD "Wrecking Ball" gespielt. Besonders genial fand ich diese Cover-Version des Songs "When I Leave Berlin"

http://www.youtube.com/watch?v=R8uILgx0_eg&feature=related

Obwohl, gespielt tut ihm wohl unrecht, ich würde eher sagen, wir haben die Hits zusammen erlebt und  gefeiert. Wie gesagt, drei Stunden lang tobte der Kessel. Eine bessere Therapie kann ich  mir gar nicht vorstellen... Während ich das hier schreibe, läuft natürlich irgendwas von "Wrecking Ball". Besonders geil war, dass er in "We are alive" einige Takte aus "Ring of Fire" von Altmeister Johnny Cash verwendet...

http://www.youtube.com/watch?v=JUJMIhsvCXg

Hier leider nicht aus Berlin, sondern in Frankfurt.
Ja, es war einfach umwerfend, den Boss live erleben zu können! THX Leelu!

Zum Abschluß mein Favorit des Abends und eigentlich überhaupt:

http://www.youtube.com/watch?v=JUJMIhsvCXg

Angesichts der Peinlichkeiten und Pannen, die sich Berlin gerade leistet, fand ich es echt pietätvoll, dass der Boss das Konzert nicht mit diesem Song begonnen hat ;-)
Ja, ansonsten gehts mir ziemlich gut, Montag steigt die achte Session und ich werd mir mit Sicherheit noch ne Menge goosebumps holen, wenn ich da dann in aller Ruhe und mit vollem Sound wen hören werde?

Den hier natürlich:


den BOSS

Montag, 21. Mai 2012

Das siebte Siegel...

isses zwar nicht, aber dafür die siebte Cocktail-Runde.
Heute wirds bestimmt grausam, meine Nachbar tauschen gerade Krankengeschichten aus... DAS ist ja genau das, was man hier braucht. Ich  könnt mich wegrollen... Die tauschen wohl gerade nen  Nierenkrebs gegen nen Darmkrebs ein.... Ich glaube, mit nen Darmkrebs ist man hier so ne Art Jungspund. Dann kommen die Nieren und Lungen und mit m Gehirn ist man hier gehobener Standard :-) Na ja, ist schon ein unterhaltsames Mikroklima hier. Dann wollen wir mal sehen, wie sich 30 Grad draußen hier drinnen auswirken.
So, dann wolln wa mal schauen, wie das heut hier so lang geht. Geht gleich  los mit dem Zirkus hier... Hoffe ich...

Sonntag, 13. Mai 2012

Ich bin sprachlos...



und wer mich kennt, weiß, dass das selten vorkommt.
Da wohnt in der Nachbarschaft eine Frau, deren Sohn jetzt im Alter von 15 Jahren verstorben ist. Gut, das ist der Lauf der Dinge, möge man jetzt sagen. Dass der Junge schwer krank war, unterscheidet ihn nicht wirklich von vielen anderen Fällen, von denen man täglich liest und hört. Wer sich jedoch jetzt noch die Mühe macht,

diesen Artikel hier

aufmerksam zu lesen, wird eine kleine, aber feine Nuance entdecken:

Es fehlt das Geld, diesen Jungen nach allen Regeln einer zivilen Gesellschaft würdig zu bestatten.

 Ich betone hier mal das Wort _würdig_! Da ist diese Gesellschaft nicht einmal in der Lage, 2000 Euro aufzubringen, um einen solchen Härtefall abzumildern. Die kirchliche Gemeinde ist immerhin so gnädig, und ermöglicht eine kostenfreie letzte Ruhestätte auf ihrem Gottesacker.

Ich weiß, das klingt hier einfach  wie meckern oder betteln, aber mir bleibt einfach nur noch ein Zitat von Max Lebermann:

"Ich kann gar nicht soviel essen, wie ich  kotzen möchte!"

 und vielleicht kann der eine oder andere geneigte Leser sich mit einer kleinen Hilfe daran beteiligen, dem Jungen eine '''würdige''' Ruhestätte zu verschaffen und der Mutter wenigstens eine Last zu nehmen.

Im Artikel steht ganz unten eine Spendenadresse!


... ansonsten gehts mir gut, aber das wißt ihr ja... Zumal die Hochzeit von Stefan und Trice auch erfolgreich abgelaufen ist,






es keine Spätschäden irgendwelcher Art gab und eigentlich alles in Butter ist...

Dienstag, 8. Mai 2012

Halbzeit

So, Halbzeit ist angesagt. Die 6. Runde liegt zur Hälfte hinter mir, die Pumpe pumpt fleißig und unermüdlich den STOFF in meine Adern und wie üblich kribbelts in den Fingern und Zehen. Dafür gehts sonst noch ganz gut, aber das ändert sich Freitag  wieder, ich weiß es :-) Und Insulin spritzen tut noch immer nicht weh ;-)
Sonnabend haben wir dann meinen Zwerg unter die Haube gebracht, sprich er hat geheiratet. Strömender Regen und kalter Wind konnten dem Spaß an der Sache aber keinen Abbruch tun und so entwickelte sich die ganze Hochzeitsparty zur entspanntesten Hochzeit, die ich jemals erlebt habe (außer Lissis natürlich, die war genauso cool !)
Nu ist hier erstmal Entspannung und Schlafen angesagt, nebenbei Bilder sortieren und veröffentlichen... Mal sehen, heut Abend gibt es hier ein  kleines Fotoupdate (hoffe ich mal)...

Sonntag, 29. April 2012

Es funktioniert wieder....,

und wie... Ähm, ich meine, das Motorradfahren. Bei den Temperaturen heut blieb ja wohl einfach nix weiter übrig, als das letzte bißchen Kraft zusammenzusuchen, die Guzzi aus dem Carport rauszumanövrieren und die erste Ausfahrt in diesem Jahr zu machen.
Ging alles viel besser, als ich dachte. Bis auf den Dreck, der sich den Winter über angesammelt hat und buchstäblich überall zum Vorschein kam.  Aber dafür hab ich ja dieses tolle gelb-schwarze Gerät, das mit viel Wasser und Druck den ganzen Schmadder abgewaschen hat.
Ja, und da ich zufällig wie immer die Knipse dabei hatte, konnte ich heut mal sehen, dass es auch im Tierreich nicht immer so einfach ist, mit den Frühlingsgefühlen klarzukommen. Da war die Ente, der das Wasser schon vor der Familiengründung bis an den Schnabel stand:



Oder der Schwan, der immer noch Single war:


Na ja, oder der Spatz, dem das Eis runtergefallen war und der versuchte, die Reste aufzuschlürfen:


Oder natürlich der Gevatter, der vor dem interessanten Teil des Tages von der zukünftigen Nestverwalterin ausgiebig inspiziert wurde:





Na ja, und  nicht zu vergessen, die Herren der Schöpfung, die ihren Paarungsfrust ersteinmal in einer ausgiebigen Diskussion ausdiskutierten und letztendlich doch nicht zum Zuge kamen:



Freitag, 27. April 2012

So langsam...

nähert sich euer ergebener Erzähler von den gefühlten 80 GdB-Einheiten den Realen.
Also, seit Montag weiß er es zu schätzen, dass Insulinkanülen kaum mit dem bloßen Augen zu erkennen sind und dann das Pieksdingens für die Fingerkuppe nen Federmechanismus hat.

Und das hier stimmt erstaunlicherweise...

Und er weiß, das 20 Insulineinheiten unter der Bauchdecke nicht mal wehtun. Und dass eine nur noch mäßig dicker Bauch das Spritzen ungemein einfach macht. Man muss nicht so genau zielen und trifft doch. Und: es tut einfach nicht weh...
Tja, da hat die Chemo also echt Zoff mit der Bauchspeicheldrüse angefangen und der alten Dame erstmal eins in die Fresse gegeben. Und wie es aussieht, wohl auch erstmal gewonnen...

So, nun mal gaaaanz liebe Grüße übern Teich geworfen. Siehste, S., hätteste Dich nicht auf den Tripp übern Teich und auf Deine Kinder eingelassen, hätteste jetzt in einer uns gut bekannten Firma bestimmt auch die Chance auf Karriere gehabt. So wie ich gehört habe, ist mein neuer Chef ja wohl mal kurzzeitig als Azubine/ Dualstudentin  in unserer Gruppe gewesen... Man, bloß gut, dass ich IMMER nett zu ihr war... Na ja, so  bin ich halt :-)

Montag, 23. April 2012

Moin, moin...

Willkommen in Werners Sportstudio.... ähm,sorry, falscher Film... Also nochmal: Willkommen im Klinikum Brandenburg zur 5 Chemorunde. 5 ist ein bißchern weniger als 6 und damit fast die Hälfte...
Meine "normale" Praxis baut gerade um, und deshalb wird meine Chemo heut mal ins Klinikum outgesourced. Uuund schooon wieder habe ich mich stationär aufnehmen lassen und liege hier in einem der bequemsten Betten dieses Zimmers auf der: trara..... Palliativmedizinischen Station. Und genau so sehen die beiden Kollegen hier in den Nachbarbetten auch aus. Bloß gut, dass die Sonne hier ungefiltert ins Zimmer scheinen darf und das tolle Licht die depressive Grundstimmung hier einfach wegleuchtet.  Man, gehts mir gut...
Tja, bis jetzt ist hier außer Bettenokkupation und ner Tasse Kaffee ans Bett (geht doch ;-) nix passiert. Ich hab das Gefühl, das zieht sich hier hin und ich werde tatsächlich hier nächtigen. Will ich das???
Die Geräuschkulisse ist erstaunlicherweise absolut identisch mit der bei meinem letzten Aufenthalt, obwohl diese Station hier in einem vollkommen anderen Gebäude liegt. Man kann also sagen, dass in der Bauweise eine ziemlich Konstanz enthalten ist, zumindest was die lärmfördernde Bauweise anbetrifft. Gerad rollt draußen ein Bollerwagen lang, wie um meinen Text hier zu bestätigen...
So, denn harre ich  mal der Dinge, die da irgendwann kommen werden und meld mich wieder, wenn ich  Neues weiß... oder mir was spektakuläres widerfahren ist...

Update: 12:00 und noch keinen Plan :-(

Update 2: 14:13, und es läuft....

Update 3: es läuft immer noch, und ich bleib ne Nacht hier im 3 Sterne Hotel...

...und wer wissen will, warum die Docs und Schwestern hier so  vorsichtig mit den Drogentütchen umgehen, hier mal was zu lesen:

http://www.uniklinik-freiburg.de/iuk/live/informationsmaterial/zytodreal.pdf

Wenn ich dadrin schon was Gefahrstoffschränken lese, wird mir echt schlecht...
Mahlzeit, ich ess erstmal mein Abendbrot...

Freitag, 20. April 2012

Das Peter-Prinzip

Hier noch ein paar tiefergehende Erläuterungen zum Peter-Prinzip. Leider muss ich einsehen, dass ich gesundheitlich meine Schwelle der Inkompetenz locker überschritten habe. Peter-Prinzip: Nomen est Omen...

http://youtu.be/wZLSWcs7jm8

Es muss immer erst schlimmer werden, bevor es besser werden kann!

Donnerstag, 19. April 2012

GdB 80

So, ab heute isses offiziell.
Ich bin habe einen GdB von 80. Also, in Zukunft dürft ihr mir durchaus einen Sitzplatz anbieten oder mal fragen, ob ihr für mich Einkaufen gehen sollt. Gerne nehme ich auch Geschenke an, die mein Leid zumindest psychisch etwas lindern, wie z.B guten Whisky, Trüffelpasteten, Chickenwings oder Astra... Ersatzweise gehen auch Gummibärchen!
Aber 80 hat mich schon ganz schön schockiert. Ganz ehrlich....

Ich dachte mir...

ich sach mal nicht nur Bescheid, wenns mir schlecht geht... Nö, ich lass euch mal wissen, dass es mir grade richtig gut geht... ätsch...
Und vor lauter Zynismus kann ich mir das hier grad mal nicht verkneifen:

http://www.youtube.com/watch?v=2r_u1F3IQNU

Liebe Gruß an alle, die gerade arbeiten müssen oder wollen und speziell an die Kollegen einen aufstrebenden, dynamischen Unternehmens der Oilfieldindustry...

Samstag, 14. April 2012

Das hat dieses Mal etwas länger gedauert...

bis ich  mich hier wieder verewigen konnte. Die Watte ausm Kopf ist wieder einigermaßen raus, Müdigkeit hab ich so gut es ging rausgepennt und der Rest  pegelt sich auch langsam wieder ein.
Wenn die letzten 2 Tage so der Vorgeschmack waren, wie sich das alles weiterentwickeln wird, könnt ihr mir schön fleißig die Daumen drücken.
So, nun freu ich  ich mich auch die kommende Woche, wenn der Scheiß hier erstmal wieder in Vergessenheit gerät und ich mich meiner neuen Kamera widmen kann. Wetter scheint ja knipserfreundlicher zu werden als die letzte Woche und ich  schau mal, ob ich was Interessantes vor die wasserdichte Linse bekomme. Da gibt es doch ein Youtubevideo, wo son Typ die Kamera unter die Dusche hält, hat er bestimmt nciht selber bezahlt :-)

http://www.youtube.com/watch?v=Iok1I6loC-Q

Aber ansonsten geniale Kamera, muss ich sagen. Zwei Nachteile, die mich stören, aber das wars dann auch schon:

- kein Schwenkdisplay
- keine AAA-Akkus mehr, sondern LiIO-Akku, also immer Reserveakku oder Ladegerät oder Akkugriff dabeihaben... na ja, wenn das alles ist..

PS: Ich hätte da noch nen K200D oder ne K100D Super zu vertickern ;-)


Kleines Panorama aus Brandenburg, gestern abend freihand geschossen, mit Autostitch zusammengenäht... Bin begeistert...

Dienstag, 10. April 2012

O' gzapft ist...

So, da isser wieder mit den aktuellen Nachrichten aus der Chemonzentrale.
Auf youtube läuft gerade "Highland cathedral", das  mir wohlige Schauer über den Rücken schickt:

http://www.youtube.com/watch?v=ZMLxSu5ysU4&feature=related

http://www.youtube.com/watch?v=8TBt1cYF7XE&feature=related

Das muss man selbst erlebt haben.

Ja, grad ist die erste Flasche durchgetröpfelt und ich warte auf meine Bedienung. aber das wird noch etwas dauern, bis es weitergeht, weil hier der Bär steppt, wie man so sagt. Der plötzlich und unerwartet fehlende Ostermontag bringt hier alles durcheinander. Ich glaub, es reichen hier gerade nicht mal die Sitzplätze aus. Aber ich hab meinen Wohlfühlsessel und nach mir sie Sintflut.
Ich hoffe, mein geneigter Leser hatte ein salmonellen- und dioxinfreies Osterfest und hat sich nicht wie jedes Jahr überfuttert.

Freitag, 6. April 2012

Na ja,

wo der Herr J. oder B. vor über 2000 Jahren ja nun schon mal ein paar Tage am Kreuz verbringen musste, seien mir hier auch ein paar Ostergrüße gestattet:

Immerhin konnte er froh sein, das das im warmen Süden stattfand (wenn man der halbdokumentarischen Darstellung einer englischen Schauspielertruppe glauben schenken darf...

 http://www.youtube.com/watch?v=xaI3CFhORss)

 Bei uns hier wäre er in dieser Nacht am Kreuz erfroren :-)

Freitag, 30. März 2012

Manchmal...

muss man auch egoistisch sein und sollte an sich denken. Das hab ich heute gemacht und mir in meinem Smoker leckeres Filet geräuchert.

Na ja, und da man ja etwas gegen einseitge Ernährung tun soll, gibt es morgen dann geräucherte Shrömpse hinterher... Ich denk an euch  beim Futtern :-)

Mittwoch, 28. März 2012

Und da war sie auch schon wieder vorbei, die dritte Runde

Ja, und ohne irgendwelche Zwischenfälle. Aber mit kribbelnden Fingern und wunderbaren Sternbildern:



So hab ich denn meine Kamerahalterung auf meine Geländer auf dem erker montiert und zumindest ein wackelfreies Stativ. Nun kommt als nextes die automatische Nachführung und dann gibt irgendwann schicke Fotos vom Nachthimmel... Also, ihr seht, es kommt keine lange Weile und damit keine Depression auf :-)

Montag, 26. März 2012

RUNDE 3 LÄUFT...

im wahrsten Sinne des Wortes aus der Flasche direkt in die Vene. Is schon ne abenteuerliche Vorstellung, wie das so funktioniert.
Na ja, wenigstens scheint die Sonne ins Behandlungszimmer und erfüllt das Elend hier mit warmem Licht.
Tja, sonst hab ich die letzte Woche deutlich besser verbracht, als die nach der zweiten Chemorunde. Da hat bestimmt die Sonne einen erheblichen Anteil.
So macht es denn auch viel mehr Spaß, morgens auf das Taxi zu warten. Wallender Nebel und unablässig piepsende Matzen, also Piepmätze haben eine ganz fantastische Stimmung erzeugt. Na ja, ich konnt eh nicht mehr schlafen, da hat's mich auch nicht gestört, das mein Taxi etwas später kam....
So, nun kommt gleich die Glukoselösung und ich hab erstmal ne halbe Stunde Ruhe :-)
Und wer sehen will, womit ich mir so die Zeit vertreibe, der schaue mal hier nach:

http://har-dwareb-log.blogspot.de/2012/03/katze-die-aufs-auto-kacken.html

Mittwoch, 14. März 2012

So, Runde 2 ist beendet...

und alle Jünger der schwarzen Magie könne die Nadeln wieder aus den Fingerspitzen meiner Voodoo-Puppe ziehen. Is schon ein ekeliges Gefühl, wenn es wie tausend Nadeln sticht, wenn man etwas Kaltes anfassen will. Und as ist natürlich besonders von Nachteil, wenn man noch Tiefkühlkram einkaufen will/muss. Aber das geht wieder vorbei und dann beginnen ab  morgen wieder meine anderthalb Wochen Erholung, böse Zungen benutzen auch gerne das Wort Urlaub... Na ja, über Urlaub reden wir dann, wenn ich im September wieder unter oder über euch weile und darüber nachdenke, wie ich meine 35 Tage Urlaub noch sinnvoll verbrate *breitgrins*
Ach, und dann hab ich ja heute festgestellt, dass man bei manchen Automarken noch mal nen satten Rabbatt bekommt, wenn man seinen SB-Ausweis vorzeigt... Na ja, is halt ein Nachteilsausgleich...
In diesem Sinne, liebe Grüße raus in die Welt und lasst es euch gutgehen...

Montag, 12. März 2012

Es geht weiter...

mit der Druckbetankung. Die Portnadel steckt wieder in meiner Titandose und ich schaue zu, wie sich der erste halbe Liter Kochsalzlösung in meine Venen ertropft, quasi... Man müßte dat eigentlich mal mit Filterkaffee versuchen.
Ich bin ja im  Prinzip nicht zimperlich, aber nach dem die Schwester nen Kollegen betreut hat, der wohl sonst eher zu den sozial Benachteiligten  dieser Welt gehört und der ihr über seine vereiterte Portnarbe sein Leid geklagt hat, musste ich die Schwester erstmal bitten, doch neue Handschuhe zu verwenden. Hat sie auch anstandslos gemacht...  Und dann durfte sie auch an meinen Port.... Wie gesagt, ich  bin ja eigentlich nicht zimperlich ;-)
So, nun harren wir, also eher ich, der Dinge, die sich da auf mich zuschleichen und freun uns, wie die Luftbläschen durch den Schlauch Perlen.... Bis später denn...



Samstag, 3. März 2012

Phase II

der Chemo...
Mittwoch, 14:02 Uhr: Abkoppeln des Tankstutzens, entfernen der Elastomerpumpe, verschließen das Tankkanals, Rückflug zur Basis
Mittwoch, 18:00 Uhr: Systemcheck, keine Symptome, beginnende Müdigkeit
Mittwoch, 21:00 Uhr: Entschluß gefasst, Erkundungstour nach Celle am Donnerstag vorbereiten, Müdigkeit würdigen und Schlafen
Donnerstag, 09:03 Uhr: Beginn Startvorbereitungen und Abflug Richtung Celle, nach 02:20 h Einschlag in Celle und Besichtigung der dortigen Basis
Donnerstag, 11:40 Uhr: Plötzliches Erscheinen im Kreise der Kollegen und Erfreuen an den runden Kulleraugen. Kenntnisnahme eine gewissen Freude seitens der Kollegen, Aussenden gleichartiger Signale. Smalltalk, Aufklärung über Krankheit, Perspektiven und Chancen. Gemeinsame Essenseinnahme einer türkischstämmigen Fleischspeise. Aufklärung darüber, dass mein 10jähriges Firmenjubiläum bereits ein Jahr zurück liegt :-)
Donnerstag 17:00 +x: Ausräumen der Basis Celle I. entleeren des TK Bereiches, Entfernen der Chlorophyllgeneratoren aus der Basis, Rückflug zur Heimatbasis...

Fazit: genialer Tag gewesen, schön, die Kollegen gesehen zu haben (!), total übernommen, Narbe tut weh, Übelkeit und das volle Programm verdauungstraktseitig... ABER: Es hat sich gelohnt!

Nachtrag: Freitag streichen wir aus dem Blog. Fast den ganzen Tag gepennt, auf der Latrine verbracht, mit Übelkeit auf meinen Kaffee geguckt, schmerzende Narbe bedauert, aber:

http://www.youtube.com/watch?v=Ezeq4Lhonv0

Dienstag, 28. Februar 2012

Tag 1 bis 3

der Chemo läuft. Bis jetzt ohne dramatische Folgen, gut drei viertel der Dosis hab ich im Blut und meine Pumpe sorgt dafür, dass ich bis morgen Mittag den Rest auch noch verabreicht bekomme. Die Pumpe hat mich ja schon wieder fasziniert. Ist einfach ein Gummidingens, das mit Infusionslösung gefüllt wird, sich dadurch elastisch ausdehnt und die Lösung nun langsam wieder abgibt. Ziemlich einfach, aber geräuschlos, ohne Batterie und absolut lageunabhängig. Damit könnte ich  sogar zum Mond fliegen, glaub ich. Das Einzige was wirklich stört, ist das Babypink des Pumpendeckels :-) Aber stilecht, wie ich nun mal bin, trage ich die Pumpe am Gürtel in meinem Trinkhornhalter...



Als ich gestern da auf meiner Entspannungsliege lag und mir die Cocktails verabreichen ließ, hat mein Nachbar eine Beratung erhalten, wie gut doch so ein Port ist und wie einfach eine Implantation ist. Sooo doll hab ich mir  lange nicht auf die Zunge gebissen, um da keine wegweisenden Kommentare anzusondern.
Ja, morgen nachmittag wird die Pumpe abgebaut und dann hab ich erstmal anderthalb Wochen quasi frei.

Freitag, 24. Februar 2012

Die Chemo rückt näher...

und ich möchte mich  für die vielen guten Wünsche, Tipps und Gedanken bedanken, die auf diesen Wege oder per Mail  und Telefon erhalten habe.
Ich werde versuchen, meinen eigenen Weg durch diese Zeit zu gehen und weiß dennoch, dass ihr für mich da seid.
Im vollen Bewußtsein, dass ich vielleicht jetzt einigen von euch auf die Füße treten werde, oute ich mich hiermit als Mitglied der "Brights", die von einem naturalistischen Weltbild ausgehen, in dem kein Platz für Übernatürliches und Esotherisches ist. Ich werde also das nächste halbe Jahr _meinen_ Weg gehen und hoffe, dass ihr mich begleitet, egal, welches Weltbild jeder hat.

SUUM CUIQUE, jedem nach seiner Fasson, das lasse ich für alle anderen gelten, lasst es also auch  für mich gelten!

Und für Hintergrundinformationen der erheiternden/erhellenden Art empfehle ich einmal die folgende Seite:

http://www.esowatch.com/ge/index.php?title=Hauptseite


Montag, 20. Februar 2012

Gewinn in der Tombola

Heute hab ich meinen Gewinn in der Krebstombola eingelöst. Bekommen hab ich ein Abonnement über 12 Infusionen in den nächsten 6 Monaten. Das heißt, im August bin ich  damit durch und dann  kommt ja noch die REHA. Das heißt, die Firma sieht mich vielleicht im September wieder. Na toll. Aber was solls, immerhin ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich  mal an den Folgen diese Erkrankung tot gehe, deutlich gesunken. Is ja auch  schon mal was. Dann drückt mir mal für Montag die Daumen, da gehts nämlich los...
Ach ja, vielen Dank für die aufbauenden Worte zum Thema "Verhaltensauffälligkeit", das hat mich sehr aufgebaut :-) Dann lass ich in der nächsten KH Runde mal meinen Beamer lieber zu Hause, was? Ich meine, macht sich doch gut, wenn man die Filme über dem Bett an die ZImmerdecke projiziert...

Freitag, 17. Februar 2012

Port ist drin, und wie...

Ich beginne mein Post heut mal mit einem Link:


Eigentlich sollte der Tag vielleicht nicht unbedingt entspannt, vielleicht aber nicht unbedingt streßbeladen sein. Weit gefehlt! Die vermeintlich einfache Portimplantantion unter örtlicher Betäubung erwies sich spätestens nach 10 Minuten für alle Beteiligten als ziemlich unangenehm. Für mich, weil ich die örtliche Betäubung wohl spontan eine Arbeitsniederlegung veranstaltet hat und die nachträglich reingespritzte Medikamentenmenge eher psychologische denn schmerzstillende Wirkung hatte. Für die Ärztinnen, weil sie sich einige sehr unverblümte Worte von mir anhören durften. Für die Schwester, weil sie vermittelnd wirken wollte und mit dem Zuwedeln frischer und vor allem kühler Luft und dem Abtupfen meiner Stirn beschäftigt war.
Ich kann hier sagen: So einen Schmerz hab ich  noch nie erlebt und ich habe das erste Mal seit vielen Jahren wieder vor Schmerzen geweint.
Der Satz "Das haben wir ja noch  nie erlebt" hat mich dann doch zu der Aussage hinreißen lassen "Ich auch nicht".
Fazit: Ich war heut sowas von angepieselt über diese Leistung medizinischen Fachpersonals, dass mich bis Mittag niemand ansprechen brauchte. Immerhin fand die Assistenzärztin noch den Weg zu mir und versuchte so etwas wie eine Entschuldigung. Das sei ihr gewährt, und bei meinem nächsten Besuch auf der Station wird das Thema Portimplantation nochmals aufgewärmt! Versprochen!
Ansonsten haben  sich meine Biofunktionen wohl wieder halbwegs eingekriegt, es tut fast nicht weh und ich kann mich einigermaßen schmerzfrei bewegen. Meine kleine Titanplatte sitz sauber unter dem Schlüsselbein und  der kleine Schlauch in meiner Vene scheint sich da auch wohlzufühlen...
Der erste Schritt zum Cyborg ist getan...

Donnerstag, 16. Februar 2012

Was in der Zwischenzeit passierte [Update]

Heute, eine Woche nach meiner Entlassung muss ich sagen, dass ich mich schon wieder deutlich fit fühle. Also sagen wir so, ein 10 minütiges Meeting würde ich schon überstehen, dann wäre erstmal Kurzschlaf angesagt. Aber wenn man bedenkt, dass ich vor 2 Wochen und einem Tag noch ausgeweidet auf einem OP-Tisch lag und grüngekleidete (nein, keine Polizisten!) Menschen an und in mir rumgebastelt haben, bin ich über den Fortschritt mehr als erstaunt. Das hätte ich mir in meinen kühnsten Träumen nicht so rasant ausgemalt, das mit der Genesung. Wobei, der HERR hat für die GENESIS auch bloß 7 Tage gebraucht, und da war zutackern und zuwachsen auch schon mit drin ;-)
Montag war dann Enttackern angesagt und das war mehr als easy. Ein leichtes Zwicken, oder besser 36 mal leichtes Zwicken und ich war meinen Reißverschluß los. Und ich  Vollpfosten hab die Dinger im KH vergessen. Die wär ich bestimmt auf EBay reißend losgeworden. Na, ich versuchs nochmal mit meinen Gallensteinen ;-)
Morgen früh um 06.45 gehts dann wieder ab ins KH zur Port-Implantation. Mein erster Schritt zu Cyborg. Und nein, liebe Kollegen, DARAN werdet ihr nicht rumspielen, auch wenn dieses Ding eure technische Neugier wecken solltet. 
Soso, ich bin ein leicht verhaltensauffälliger Patient gewesen? Weil ich mit Kopfhörern im Ohr draußen rumgerannt (na ja, eher geschlichen) bin). Weil ich mit meinem Schicksal gehadert habe und mit niemandem sprechen wollte? Ne, eher weil Rammstein nicht jedermanns Geschmack in dem dort vorherrschenden Altersegment war und ich  bei Johnny Cash gerne an meine Urlaubsreisen nach New Orleans, Alamo, in die Mohave Wüste und an all die Orte denken, die wir gesehen haben und die Johnny Cash besungen hat. So einfach kann das sein. Manchmal steckt einfach nix, aber auch garnix hinter scheinbar merkwürdigem Verhalten. 
So, das nächste Update gibt es dann Anfang kommender Woche, wenn ich meinen ersten Termin bei den Onkologen hatte und weiß, wie es genau weitergeht! Bis dahin: Cheer's...

Ach ja, und wer wissen will, wie man  McGyver-mäßig aus einem Bluetooth Headset ein krankenhaustaugliches Beschallungsgerät macht, der möge hier  mal schauen:

http://har-dwareb-log.blogspot.com/2012/02/how-to-make-bluetooth-headset-suitable.html

Donnerstag, 9. Februar 2012

Moin, moin!
Letztes Frühstück in dieser Runde auf der Station, ein letztes Mal einem anderen beim Einlauf zuschauen dürfen und dann gehts ab nach hause....
Gestern abend habe ich noch daran gedacht, den Eintrag mit diesen Lied zu beginnen:
http://www.youtube.com/watch?v=o22eIJDtKho
nachdem ich gehört hatte, dass ich in der Krebstombola eine Chemotherpie gewonnen hatte. Ich hab mich  dann aber doch für dieses Lied entschieden, weil ich nach intensivem Nachdenken wieder mal positive Seiten hervorgekramt habe:
http://www.youtube.com/watch?v=57ta7mkgrOU
In einiger der entfernten Lymphknoten waren Krebszellen festgestellt worden, und zu Vorbeugungen, das eventuell vorhandene Krebszellen sich noch in meinem Körper verteilen und Unfug anstellen, jibbet halt den Cocktail. Damit fühle ich mich dann eher sicherer  als jetzt zu sagen, alles wird gut und das wird es denn dann doch nicht.
Na ja, und so warte ich  jetzt mal auf meine Entlassungspapiere, mit den Terminen für die nächsten Schritte. Vorstellung.
.
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3 Minuten später: der Meister ist wieder stolzer Besitzer eines Blasenkatheters und fährt gleich nochmal zum CT....Da stimmt was nicht, sagt mein CT.... Oberscheiße.... aber imerhin: andere bezahlen viel Geld für Stacheldraht im Harnkanal.....
Also schaun wa nochmal da rein. Meinen Dank nochmal an Herrn Röntgen für diese tolle Idee mit der Röntgenröhre. Und an die Ingenieure von Siemens, die aus diese Idee den tollen Computertomografen gebastelt haben. Ich  geh einfach mal davon aus, dass der CT keine diese anfälligen Kraftwerkssteuerungen eingebaut hat und mir das Dingens nicht stuxer-weise die Eier wegbrutzelt. Aber die letzten 2 mal hats ja auch funktioniert...
Tja, schaun wa mal, was DER tag hier noch bringt....

Update:
So, nun bin ich erstmal zu Hause. Endlich wieder meinen gewohnten Kaffe, ein leckeres frisches Brötchen und ne Menge Schnee vorm Haus :-)
Was war in der Zwischenzeit passiert? Der CT hat mir die eggyweggs natürlich nicht weggebrutzelt. Und warum ich Blubberwasser pullern tun mache, wissen alle Beteiligten immer noch nicht wirklich. Visuelle ( bei der OP)  und CT-mäßige Begutachtung der finalen Flüggigstoffwechselpfade haben nicht wirklich was ergeben. Also nexte Woche nochmal Stacheldraht in den Harnkanal, nochmal CT und dann schaun wa mal.
Ansonsten ist dann Montag Enttackern der Klammern dran, vielleich noch Montage des Ports für die Chemo und Vorstellung beim Onko-Team. Also eigentlich volles Programm.
Na ja, und dann ist mir heut wohl das passiert, was sich jeder geschlechtsreife Onkel im Leben einmal wünscht: Zwei attraktive Frauen treten an sein Bett, bitten ihn, die Hose auszuziehen und fangen an, an seinem Zipfel rumzuspielen.... OK, eine Minute später hatte ich einen Gummikatheter in der Harnröhre....
Und das Gefühl, einzupullern ohne nass zu werden ;-)

FIN




Dienstag, 7. Februar 2012

I'm back again...

Der geneigten Leserschaft sei hiermit zur Kenntnis gegeben, dass ihr treuer Schreiber wieder mental und körperlich unter den Lebenden zu weilen scheint. Um es kurz zu sagen:

I'm back again!

Nachdem mich die letzten Tage buchstäblich ans Bett gefesselt hatten und ich absolut nicht in der Lage war, zusammenhängende Gedanke in die Tastatur zu hämmern, will ich nun versuchen, das zu ergänzen, das  mein liebreizendes Töchterlein in den letzten Tagen in Kurzform gepostet hat.
Nachdem sich sich Prognose des behandelnden Arztes bewahrheitet hat und die Tage 4 und 5 nach der OP wahrlich  die Hölle waren, geht es heut wieder soweit gut, dass ich wieder 2 Treppen (Treppen, nicht Stufen, ihr Lästermäuler) nonstop schaffe, ohne umzufallen, und ich mir die Uhrzeit nun sogar schon wieder soweit merken kann, dass ich  mir nicht überlegen muss, warum ich  eigentlich auf die Uhr geschaut habe. Bedeutet aber nicht, dass es mir GUT gehen würde.
Nichts desto trotz hab ich versucht, den Krankenhausalltag zu beobachten und meine sozialen Studien anzustellen.
Es ist beeindruckend, wie es auch in einem Krankenhaus funktioniert, vermittels offensichtlich überfordertem Management (SIC!) Mitarbeiter zu demotitivieren und durch Prozeduren, Formulare und Effektivitätswahn zu treiben. Umso angenehmer ist es, dennoch  von freundlichem und hilfsbereitem Pflegepersonal sprechen zu können. Und der größte Teil der Ärzte, mit denen ich hier zu tun hatte und habe, werde ich als nett, kompetent und freundlich in Erinnerung behalten. Und so ist man ziemlich verwundert, wenn man auf dem Flur von einem Arzt angesprochen wird und  er fragt, wie es denn grad so geht. Man anwortet: Na ja, bis auf diese Kopfschmerzen isses ok und er sagt so beim weggehen: Na ja, machen wa Physio.... Na gut, dachte ich, netter Spruch, sprichste mal morgen in der Visite an... aber denkste, 14:00, Peter hält Mittagsschlaf, kommt die Schwester und schickt mich zu Physio.... Ich war doch etwas erstaunt. Aber das passte genau zu dem Eindruck von dem Arzt, den ich schon gewonnen hatte. Aber auch hier gibt es sie, die grußunfähigen Jungingenieure, ähm -mediziner. Und meinen spezielle Freund greif ich mir noch, versprochen...
Ja, dann war da noch die Sozialarbeiterin, die mir so einige Konsequenzen meiner Erkrankung aufzeigte. Zunächsteinmal bedeutet dieser Krebs 50 prozentige Schwerbeschädigung. Also besonderer Kündigungsschutz, 5 Tage mehr Urlaub, Steuererleichterung beim Auto, Parken in erster Reihe.  Das wird wohl etwas die gesunkene Lebenserwartung kompensieren, denke ich ;-)
Dann werde ich nach Abschluss aller Behandlungen erstmal zu Kur fahren,  3 Wochen. Ich muss ja die fehlenden 15 Kilo irgendwie wieder raufkriegen....
Als Krebspatient erhält man hier im KH auch ziemlich weitreichende Unterstützung, beispielsweise, bei der Übersicht über Behördengänge, Anträge und diesen ganzen Kram. Über die onkopsychologische Schiene erhält man Beratung und Betreuung in psychologischer Hinsicht. Und so hatte ich dann auch  die Gespräche mit der Sozialarbeiterin und der Onkopsychologin. erst wollt  sie sich mit mir unterhalten, zum Schluss hab ich mich mit ihr unterhalten... War nett, und sie hat bestimmt was gelernt...
Eine offizielle Beschwerde wegen permanenter Lärmbelästigung durch die Lüftungsanlage und die Bollerwagen hab ich auch  abgegeben. Gottseidank haben die ein Beschwerdemenagementsystem, da kann ja nichts schiefgehen, dessen bin ich mir vollkommen sicher.
Während ich hier immer noch auf das Ergebnis der Untersuchung meiner Lymphknoten warte, und eigentlich aus "schlecht" ein "sehr schlecht" werden kann, steigt mein Bettnachbar schon bei "richtig schlecht" ins Geschäft ein, und morgen erfährt er wohl, ob er stattdessen nicht doch ein "katastrophal" gezogen hat. Tut mir leid, der Kerl, sehr sympahtischer Herr. Den hats heut Abend richtig geerdet...

In diesen Sinne freue ich mich, dass es bei mir erstmal nur noch ein "sehr schlecht" werden kann und wünsche der geneigten Leserschaft eine gute Nacht.....



Sonntag, 5. Februar 2012

Kurze Zwischeninfo

Hallo liebe Leser,

es meldet sich wieder die Tochter ^^
Auch auf die Gefahr hin, dass mein Vater nicht ganz so begeistert sein wird, dass ich diesen Blogeintrag verfasse, wollte ich euch nur ganz fix die neuesten Infos da lassen.
Vater geht es derzeit nicht ganz so gut. Übelkeit und Kreislaufprobleme. (Was ihn übrigens nicht davon abhält dumme Witze zu erzählen und dabei fast zu sterben vor lachen...)
Er selbst hat aktuell nicht den Nerv mir etwas zu diktieren, daher bleibt es vorerst bei diesem Eintrag, bis es ihm besser geht oder sich was tut.
Bis dahin.

Donnerstag, 2. Februar 2012

DER Tag und der Tag danach...

Der Tag.
Wie immer die Zusammenfassung vorneweg:
Keine Komplikationen, keine Erinnerung und keine Gallensteine mehr. Wobei doch... Sie stehen neben mir auf dem Nachttisch. Was ich nie geglaubt hätte: Es gibt würfelförmige Gallensteine. Wenn ich hier wieder raus bin malen wir Zahlen auf die Seiten und basteln uns unser eigenes "Peter im Krankenhaus"- Würfelspiel!

Das Highlight des Tages war das Setzen des Periduralkatheters, sprich das Einführen eines 11 cm langen Katheters in den Wirbelsäulenkanal. Das tat wirklich weh. Dafür hat es aber nicht funktioniert. An den Rest kann ich mich nicht mehr erinnern.

Man erzählte mir, dass Tochter und Frau gestern Abend noch zu Besuch dagewesen sein sollen. Ich glaube das einfach mal.
(Anmerkung der Tochter, die diesen Blogeintrag für den Vater schreibt: Tatsächlich war er gestern so weggetreten, dass es mich nicht wundert, dass er sich nicht erinnert. Und das, wo ich doch sonst immer so einen bleibenden Eindruck hinterlasse...)

Heute.
Heute begann 05:15 Uhr mit den Fieberthermometern. Also Zimmertür auf, Licht an, Thermometer verteilt, Licht aus, Zimmertür zu. Dann werden die Thermometer eingesammelt. Zimmertür auf, Licht an, Thermometer entrissen, Licht aus, Zimmertür zu.
Dann meldet sich alle 30 Minuten das Blutdruckmessgerät mit einem sympathisch lauten Brummen. Immerhin bleibt das Licht aus.
Als nächstes kommt exakt 17 Stunden nach Setzen der letzten Tackernadel in die Bauchdecke der Gang zum Waschbecken. Zähneputzen, Rücken abtupfen und interessiert das Etwas da im Spiegel betrachten.

(AdT: Da Vater bereits wieder ziemlich müde und erschöpft ist, hier nun die Restzusammenfassung von mir:
Gegen zehn kam ich an, Vater war einigermaßen klar. Schmerzen scheint er nicht allzu starke zu haben, der Tropf tröpfelt nämlich fröhlich vor sich hin. Laut Chefarzt ist die OP entsprechend gut verlaufen. Es bleibt nun abzuwarten, wie die Wundheilung verläuft.
Die Narbe ist- zumindest aus meiner Sicht betrachtet- riesig. Aber sie sieht gut aus.
Ich lass Daddy nun etwas schlafen, er ist wirklich müde.
Mehr Nachrichten gibt es dann beim nächsten Besuch!)

Dienstag, 31. Januar 2012

Der Tag davor...

Die Erkenntnisse dieses Tages vorab:
1. Schleimnahrung ist genial:
- man braucht nicht kauen
- man muss nur schlucken
- man hat nie wieder Verstopfungen
2. Die Redewendung "Du kannst Dir gleich nen Einlauf abholen" ist totaler Quatsch, weil: man bekommt ihn ans Bett gebracht. Problematisch wird es dann richtig, wenn auf einem Zimmer 2 Kollegen liegen, die gerade ihre rituelle Darmreinigung ausleben und der Gang aufs Klo zeitlich bis auf die Sekunde planen müssen....
3. Mein CT zeigte wohl keine Kollateralschäden, so dass es wohl beim geplanten OP-Ablauf bleiben kann.

Ansonsten war der Tag davor eher unspektakulär. Eigentlich bestand der Tag nur aus warten, warten auf  das CT-Ergebnis. das wiederum wie schon gesagt, erst einmal keine weiteren Böswilligkeiten des Schöpfers zeigte.
Das wiederum bedeutet, morgen  gegen 11.00 Mittags gehts ans Eingemachte, oder besser an die Eingeweide.

Eine Frage ergibt sich mir dennoch: warum investiert Vodafone  Milliarden in seine Netze, wenn ausgerechnet hier im Krankenzimmer nur mageres GPRS ankommt, toll gemacht....

Montag, 30. Januar 2012

Die Aufnahme

So, nun ist es soweit. Ich bin im Krankenhaus aufgenommen worden. Alles in allem muss man 2 Stunden investieren, um die gesamte Aufnahmeprozedur zu absolvieren.
Blut abgeben, EKG schreiben, CT und diverseste Aufklärungsgespräche nahmen so ihre Zeit in Anspruch. die Organisation als solches ist ok. Keine unnötigen Fragen, kein Chaos, dafür einen riesigen Haufen Unterlagen im Arm.
Na ja, schaun wi rmal, was das CT noch hervorgezaubert hat.
Im Gespräch mit dem einem Chirurgen klang das alles nicht mal so schlecht.
So, ich bin  nun hier im Klinikum Brandenburg, Station 3.2.A gelandet, im Dreibettzimmer mit zwei weiteren Kollegen.
Morgen gibts dann die Operationsvorbereitung. Das wird bestimmt noch mal ein Ritt.  
Im Übrigen heißt das Operationsverfahren.......: Fast Track :-) Es  gibt keine Zufälle.

Sonntag, 29. Januar 2012

Mut ist...

...wenn man Angst vor etwas hat und es trotzdem tut...
Morgen geht es ab ins Krankenhaus. Drückt mir die Daumen, dass es nur schlimm und nicht ganz schlimm wird...

Donnerstag, 26. Januar 2012

Nix passiert heute...

Kleine Bitte an die anonymen Poster: Gebt mir nen kleinen Tipp, wer da postet....
ansonsten is heut nix passiert.... in der Sonne gewesen, bißchen geknipst, Helicopter repariert...

Mittwoch, 25. Januar 2012

Im Ambulanzzentrum

Heut ist Dienstag, mein Doc hat gestern nen Termin im Krankenhaus, sprich im neugegründeten Ambulanzzentrum vereinbart... 14.15 soll es dann soweit sein.
Also, EBook voll geladen, tief durchgeatmet und ins Auto gesetzt. Es ist 14.00, als ich die heiligen Hallen betrete. Zunächst wird das Ambulanzzentrum gesucht. Ich weiß, dass in Brandenburg heftigst gebaut wird und störe mich nicht an Rigipsplatten, die den Weg flankieren. Durch finstere, an Katakomben erinnernde Gänge finde ich den Weg ins Ambulanzzentrum (was für ein Wort!). Dort reiche ich der nette Dame meine Einweisung und gucke in runde, fragende Kinderaugen. Eine kurze Erklärung meinerseits reicht jedoch aus, dass sie das Richtige tut und ich weiß, wo ich weiter warten muss. Also gut, Jacke aufgehängt, EBook angeworfen und gelesen, im Ohr singt Johnny Cash mir ein Lied von einem Wanderer... Meint der mich? Plötzlich, 3 Seiten weiter: "Herr Schäfer?" Blick auf die Uhr, es ist 14.14 Uhr. Ich bin schockiert....
Also, Platz genommen im Untersuchungsraum, die Hand einen jungen dynamischen, aber sympathischen Arztes gedrückt und meine Geschichte erzählt. Er sagt etwas von Glück und vermeine den Satz "Das müssen wir dann schnellstens rausreißen..." zu hören. Ich frage nach, ob ich eben das Wort "rausreißen" gehört haben könne und er entschuldigt sich... Ich erkläre ihm, dass er das nicht muss und stelle fest, dass wir auf der gleichen Wellenlänge funken.
Es erfolgt Aufklärung auf Aufklärung... Bei der Erklärung, was ein CT macht, winke ich ab und das Wort "Strahlenbelastung" ringt mir nur ein Lächeln ab. Als wenn das jetzt mein Problem wäre...
Bei der Erklärung der Operation selber vergeht sogar mir das Grinsen. Im einfachsten Fall: Bauch auf, Darmstück raus, Bauch zu... 10 Tage rumliegen und erledigt... Im ungüstigen Fall: Bauch auf, Darmstück raus, befallene Organe zerschnipselt, künstlicher Darmausgang angelegt (hoffentlich nur temporär), Chemotherapie, Bestrahlung dann je nach Bedarf.... Mir schießt kurz das Wort "ausgeweidet" durch den Kopf. Über eventuelle Zeiträume denke ich noch gar nicht nach....
Das Gespräch wird kurz unterbrochen... Der Chefarzt kommt kurz rein, drückt mir die Hand und erwähnt wieder das Wort "Glück"... Er unterhält sich kurz mit uns. Langsam glaub ich selber dran, an das Wort "Glück"...
Der nette junge Arzt (gemessen an meinem Alter) will mir noch mehr erzählen, zur Narkose, zu Nebenwirkungen etc., aber ich frage ihn, ob ich  wirklich ne Alternative habe... Auf die Bemerkung von ihm, dass eine noch vergessene Nebenwirkung eine eventuelle Inkontinenz sein könne, sage ich nur, dass ich ganz tolle Schlauchklemmen im Schreibtisch habe... Daraufhin bricht die Assistentin beinahe vor Lachen zusammen und die Situation ist wieder entspannt.
Also buche ich kurzentschlossen einen Klinikaufenthalt, 4 Sterne Vollpension mit Animationsprogramm rund um die Uhr.
Ich werde an kommenden Montag um 11.00 einchecken, ein CT wird gemacht und dann kann man schon eher sagen, was noch alles repariert werden muss. Und am Mittwoch, dem ersten Februar gehts dann unters Messer...

Dienstag, 24. Januar 2012

Beim Hausarzt

Gestern war Visite beim Hausarzt angesagt. Also rein ins Auto, in den Nachbarort gefahren, Kärtchen rübergereicht ( die bewußten 10 EUS liegen schon in Celle) und gewartet.
Mein EBook Reader half mir, die nur 2 Stunden Wartezeit bildend zu überbrücken. Ich hatte Karl-Herbert Scheer im Programm. Klassische deutsche Science-Fiction, mit Superraumschiffen, deutschen Helden und asiatischen Schurken. Einfach herrlich!
Tja, dann rein  zum Doc und klar Tisch gemacht. Das mit der bewußten Stelle war mir ja klar, im Befund stand dann noch, dass einer  der nun nicht  mehr vorhandenen Polypen auch noch entartet, sprich böse war. Also noch mal Glück gehabt...
Der Doc hat dass gleich noch nen Termin im Krankenhaus vereinbart, und da werde ich heut nachmittag mal hin pilgern. Hoffentlich bekomme ich nen guten Parkplatz ;-) Und mal sehen, ob 14.15 doch zwischen 14 und 15 Uhr liegt oder dann doch eher weiter zum Feierabend hin ;-)

Samstag, 21. Januar 2012

Letzter (was schreib ich hier???) Tag in der Firma

So, es ist Freitag, ich verabschiede mich von meinen Kollegen.
Die eine oder andere Baustelle wird übergeben, hier und da noch ein Tipp verteilt das eine oder andere Versteck für meine speziellen Zutaten verraten. Rezepte und Prozeduren werden wie in alten Tage  weitergereicht und der Kreis der Wissenden in einem mystischen Ritual erweitert. Fehlt eingentlich bloß noch das dicke Buch der Zauber und Getränke :-)
Mittags mache ich alle Kollegen, die es bisher noch nicht wußten, mit der Situation vertraut und verabschiede mich erstmal auf unbestimmte Zeit. Mein Schreibtisch kann logischerweise benutzt werden, die Sparbüchse für den Obolus steht links neben dem Monitor.

Ach so, apropos Obolus. Ihr werdet euch wundern, dass hier in dem Blog Werbung erscheint. Ich hab mich beim AdSense Programm angemeldet und versuche, durch die Werbung hier die Kosten für meine UMTS-Verbindung später im Krankenhaus etwas zu mildern. Also: Bitte Fleißig auf die Werbung klicken, ihr müßt ja nix kaufen :-)

So, weiter mit der Geschichte. Ich war überaus überwältigt und überrascht von der Wärme, die mir die Kollegen entgegengebracht haben. Das hätte ich so nicht erwartet.
Hannes, Matthias, Ansgar, auf DIESE Kollegen könnt ihr stolz sein!
Und ich bin froh, dass ich ich so einem Team arbeiten kann!

So, Blumenversorgung ist geregelt, Nachbarn sind informiert, ab gehts nach Brandenburg.

Da sich doch ziemlich großes Interesse an einer Kommunikation auch während meiner Abwesenheit abzeichnet, hab ich mich doch entschlossen, hier mein Tagebuich zu führen. Kommentare, blöde Sprüche und gute Ratschläge sind gerne willkommen. Aber immer oberhalb der Gürtellinie, meine Frau und mein Kiddies lesen hier mit *kicher*

Und last but not least: Vielleich krieg ich ja endlichmal ne RICHITGE Glatze...

In diesem Sinne: Cheers'n Oi!


Wie alles begann...

Wir haben einen Termin. Dienstag, 17.01.2012, 0800 in Lachendorf, bei Herrn Dr. Kaiser, seines Zeichens Internist, also Spezialist für Innereien. Wir kennen uns schon. Von den letzten Magenspiegelungen her, die wir gemeinsam mit viel Humor und einigen Tränen absolviert hatten. Da Peter ja ne ziemlich große Klappe haben kann, und die Möglichkeit besteht, so einen Magenspiegelung auch ohne Kurznarkose zu überwinden, hat er natürlich was gemacht? Auf die Kurznarkose vezichtet. Sowohl beim ersten Mal als auch bei jeder weiteren sich ergebenden Gelegenheit.... Mit dem Ergebnis, dass Assistentin, Peter und der Doktor sehr viel Spaß miteinander hatten. Abegesehen von mehreren Lachflashs und Nasenbluten ist das aber immer gut gegangen, und Herr Kaiser hat ein geübtes Händchen für so eine Befahrung. Die übrigens für den technisch interessierten Ingenieur sehr viel Interessantes bietet. Und wann hat man schon mal die Möglichkeit, sich live und in Farbe von Innen betrachten zu können!
Also, dieses Mal stand eine Befahrung der anderen Art, sprich der anderen Seite auf dem Programm. Im Volksmund auch Darmspiegelung genannt.
Vor der Arbeit von Herrn Kaiser steht meine Arbeit, mit sehr viel Flüssigkeit, magischen Pülverchen, kleinen weißen Pillen und sehr viel Literatur auf dem Klo. Denn wir wollen uns doch von der sauberen Seite zeigen...
Mein Fahrer lieferte micht vereinbarungsgemäß morgens um 0800 beim Doc ab und harrte der Dinge, die da nun kommen würden.
Die folgende Stunde kann ich nur vom Hören-Sagen wiedergeben, weil mich der nette Herr Kaiser dank einer zauberhaften Injektion auf einen ziemlich surrealen Trip geschickt hat. Wer kann schon behaupten, sich selber von DER Seite und dann noch von Innen und in Farbe betrachtet zu haben.  Irgendwie war ich froh, dass die sogenannte Darmreinigung soooo prima funktioniert hat! Oder hatte ich das alles nur geträumt? Keine Ahnung.
Belegt hingegen sind wohl meine ersten Worte nach der Narkose: "Boh, cool..." soll meinem Mund wohl entfahren sein. Na ja, mein Fahrer wirds wohl wissen...
Na ja, der Rest ist ja erstmal schon bekannt... Vermutlich bösartiges Gewächs da drinnen, vermutlich das volle Programm,  vermutlich längere Auszeit...
SCHEISSE das alles... Trotz vorbildlich sauberer Innereien...