Montag, 10. August 2015

Was so alles in der Zwischenzeit passiert ist...

Ich glaube, nach einem guten halben Jahr ist es wieder mal Zeit, angestaute philosophische (klingt irgendwie besser als filosofische) Weisheiten abzusondern und Erlebtes niederzuschreiben.

Wie ihr wißt, hat sich der Verfasser dieser Zeilen im Dezember den Bauch umoperieren lassen und nach einer relativ kurzen Zeit der Schmerzen und der Bandagen war dann im Januar alles wieder soweit im Lot, dass er sich ordentlich um das dynamische Doppel-H kümmern konnte.
So konnte er seinem Vater, einem der beiden H's, die letzten Tage seines irdischen Seins so angenehm wie möglich machen, so angenehm, wie es zwei weitere Schlaganfälle und eine Sepsis infolge einer Lungenentzündung halt ermöglichen.
Am 10. März kam dann der (erlösende?) Anruf aus der Klinik. Der Weltenschöpfer hatte Heinz Schäfer zu sich berufen.


Die Zeit nach der Beisetzung war denn auch angefüllt mit allerlei Beschäftigungen um den Nachlass herum und um Hilde herum. Die Wohnung musste überschrieben werden, Versicherungen umgemeldet und immer wieder musste das verbliebene H aufgemuntert und umsorgt werden.
Aber irgendwann hat der Weltenlenker dann wohl auch eingesehen, dass der werte Verfasser einmal etwas Ruhe brauchen  könnte und hat ihm: traaaraaaa.... für ein paar Tage ins Krankenhaus geschickt, mit gebrochenem Tibeakopf und abgerissenen Kreuzbändern....
Ruhe hab ich gefunden, ebenso demotiviertestes Pflegepersonal, überarbeitete Ärzte und unfreundliche Schwestern. Aber unfreundlich kann ich auch, das wisst ihr ja... Das waren dann auch 10 sehr unerfreuliche Tage im Krankenhaus...

wird mal fortgesetzt...

Freitag, 13. Februar 2015

Nun wirds wohl ernst...

Ja, kurz und schmerzlos: Opa H. hat heut früh erneut einen Schlaganfall erlitten. Dieses Mal wohl schwerer als beim ersten Mal. Blutgerinnsel im Kopf, dass sich wohl erstmal nicht reparieren läßt.
Ich bin begeistert. Und dann Frau H., die außer sich ist vor Angst, dass sie ihre Wohnung verliert, wenn es mit Opa schlimmer wird. Nun, zumindest dieses Problem konnten wir heut aus dem Weg räumen!

Stay tuned!

Montag, 15. Dezember 2014

Wie aus 3 geplanten 7 reale Löcher geworden sind...

So, hier bin ich wieder. Zurück aus Berlin, zugedröhnt und nicht wirklich entspannt um den Bauch herum...
Angesagt war ja, dass man die Reparatur mit 3 kleinen Löchern minimalinvasiv machen wollte. Zur Erinnerung: Vor fast 3 Jahren wurde ja da an Bauch rumoperiert und vermutlich infolge übermäßiger sportlicher Belastung oder wegen der übermäßig vegetarischen Ernährung oder einfach wegen des ungünstigen Schicksals oder auch einen gestörten Karmas hat die Naht sich in ihre Bestandteile aufgelöst. Die Naht war zum Schluß also ein Loch mit Muskeln drumherum. Und im Nachhinein, also in der operativen Phase quasi, zeigt sich, dass nicht nur die 5 cm links vom Bauchnabel, sondern das ganze Nahtwerk hoch und runter und querrüber gerissen war. Also war nix mit 3 Löchern. Daraus wurden dann halt 2 mal 3 Löcher und eine satte, A4-große Netzmatte im Bauch, sauber verbastelt zwischen der Muskelschicht und wer weiß, was da sonst noch so drin war. Unglaublich. Ich stell mir das ja so vor, als würde man  bei einem Auto die Kerzen  bei geschlossener Motorhaube wechseln wollen.
Ja, von der Vorbereitung bis zur finalen Dröhnung vergingen 2 1/2 Stunden. Und dass auf der Nebenanpritsche ein Kollege lag, der mir mit seinen Sprüchen  fast die Tränen in die Augen trieb, hätte ich ja nicht erwartet. Aber er und die Schwester haben Dialoge in Standup-Comedy-Qualität abgesondert. Es war unglaublich.
Nun ja, die nächste Stunden kenne ich wieder nur vom Hörensagen. Also, irgenwie muss das mit der Zeitreise so verlaufen: Man ist einfach weg und ist schwupps eine Sekunde später ist man in der Zukunft. Aber die Nebenwirkungen, die Neeeebenwirkungen.... Ich glaub, an dem Verfahren  muss man wohl noch arbeiten.
Und man sieht hinterher irgendwie so aus:


Na, wenigstens bin ich nur ein paar Etagen weiter oben wieder von der Tour gelandet. Besser als als 20 Jahre früher in Wanne Eickel oder so... Und man beachte das Design des Zeitreise-Shirts...
Nun ja, wie immer gab es eine gute und eine, ach was, ne ganze Hand voll schlechter Nachrichten im Nachgang. Wie meistens zuerst die Gute: Der Eingriff konnte maximal-minimal-invasiv gemacht werden. Minimalinvasiv, weil wir nur durch ein kleines Loch in den Bauch gehen, maximal, weil wir davon dann doch 7 am Stück benötigt haben. Schlechte Nachricht Nummer ein hingegen sagt: Das ist ne ziemlich große Wunde IM Bauch geworden und die wird -> schlechte Nachricht Nummer 2: heftig und lange weh tun. Ursache dafür ist -> schlechte Nachricht Nummer 3: der Zustand der alten Nähte von 2012. Diese sind einfach  nur noch da und haben kaum noch ein tragende Rolle.
Nun ja, das ist ja nun alles soweit repariert worden und damit sollte dieses Problem der Vergangenheit angehören.
Ach so, schlechte Nachricht Nummer 4 hab ich vergessen: "Herr Schäfer, wenn Sie dann nachher auf die Toilette gehen..." "Bitte wenn ich was tue?" "...wenn sie auf die Toilette GEHEN, klingeln sie bitte, damit wir Ihnen helfen können...!" In mir macht sich Resignation breit, sie meint es ernst, die nette, blonde Schwester. Spontan muss ich an Steven Spielbergs denken. "Misery" erscheint in  meinem Kopf. Tja, dann wollen wir mal gepflegt resignieren. Andererseits, die OP ist ja schon 6 Stunden her, ist doch gut, wenn ich gefordert werde. Jetzt verstehe ich, was "Fördern durch fordern" wirklich bedeuten kann.
Immerhin habe ich noch Besuch, es gibt ein wenig Aufmunterung und ich ziehe endliche
DAS T-Shirt 
an:


Das garantiert für die nächsten Tage interessierte Blicke... Danke, liebreizendes Töchterlein!
Tja, damit ist der Tag 1 dann irgendwie auch schon vorbei. Ich kann erstaunlicherweise einigermaßen gut schlafen und weiter geht es mit dem Wundern.
Ich wache auf (also, nochmal: ich wache auf und werde nicht brutal geweckt), gucke interessiert in der Gegend rum und bin verwirrt. OK, bin ich desöfteren, aber dieses Mal ganz besonders. Ein vorsichter Blick auf die Uhr, es ist irgendwie um 7 Uhr herum, und es passiert nichts. Ok, die haben  mich vergessen. Na ja, auch nicht so schlimm, ich hab Wasser, Tabletten, ein Tablett-PC und traraaaa: kostenfreies WLAN. Kurz gecheckt, ob das eventuell doch ein Traum war, aber nein, ich  bin im Internet. Unglaublich. Jetzt erinnere ich mich daran, dass Töchterlein gestern da noch irgendwas gelesen hat und ich wohl gestern schon mal das Internet angetestet haben muss. Also nicht nur verwirrt, sondern auch noch vergesslich. Das kann ja was werden.
Endlich tut sich draußen was, die Tür geht aus und das Morgenprocedere beginnt. Alle möglichen Dinge erfragen, messen, aufschreiben und zum Schluss noch die Hinweise auf Frühstücksbuffet (?!?!?!?) und der Dr. X, der noch reinschauen will. Das  mit dem Buffet kann ich so nicht gelten lassen und kann einen Roomservice herausdiskutieren. Der kommt auch kurze Zeit später und ich ordere Brötchen, Wurst, Käse und: KAFFEE!
Dann kommt der Doc, kurzes, freundliches Gespräch, nochmal erklärt, was gemacht wurde, dass die Schmerzen normal sind und der Wunsch nach viel Spaß am: BUFFET... ICH GEBS AUF!
Dann kommt das Frühstück, ich überlege, ob ich den 40 Zoll-Monitor im Zimmer benutze, lasse es sein und dämmere so vor mich  hin. Irgendwann kommt jemand und fragt, was es denn zum Mittag sein dürfe und ich ordere Zanderfilet. Das kommt dann des Mittags auch und ich  bin platt. Das essen ist heiß, sieht lecker aus und schmeckt noch besser. Kurze Notiz an den gelben Zettel im Kopf geschickt: Nachfragen, ob aus Versehen als Privatpatient geführt! So langam verliere ich meinen Glauben an das Schlechte in dieser Welt. Eigentlich konnte dieser Tag nur noch schlechter werden... Wie recht ich haben sollte...



Irgenwann Nachmittags meldet sich der Verdauungstrakt und ich gehe NOT-gedrungen aufs Klo. Dass mich dort eine beheizte Klobrille und ein Kärcher für den Unterboden erwarten, irritiert mich jetzt schon nicht mehr. Was solls...
Ich höre draußen ein bekannte Stimme... Eine gute Freundin kommt zu Besuch. Na denn wolln wa mal... Und schaffe es gerade bis zum Bett. Der Kreislauf versteckt sich im Bad und ich  komme ohne am Bett an. Soweit ich mich erinnern kann, sind einige Leute im Zimmer. Ich will mich mehr oder weniger tapfer in mein Bett kippen lassen und begreife schlagartig, was eine 10 auf der Schmerzskala bedeutet. Ich glaub, die Nadel pegelt sich  kurz bei elf ein und verharrt danach konstant bei 8 oder 9. Das begreifen auch die Schwestern und holen der Doc. Der gibt kurzentschlossen einige nette Drogen frei, die Schwestern stöpseln in Windeseile an und ich bekomme wieder Luft. Details dazu kann euch Manu bestimmt besser berichten. Nach ein paar Minuten höre ich auf zu zittern und tunnele wieder ins Geschehen zurück. Scheiß Zeitreise... Ich glaube, damit war der Tag dann auch irgendwie zu Ende und später erlösen mich BAYER und der Schlaf...




Dienstag, 9. Dezember 2014

Morgen gehts los...

und ich kann nicht zur Weihnachtsfeier in der Gruppe, schluchz.... Aber wer weiß, wofür das gut ist... Sagen wir so, da weiß ich spätestens Donnerstag früh, also, wozu es gut WAR.
Morgen um halb sieben steht das Taxi (hoffentlich) vor der Tür und ich trete eine Stunde später meinen Kurzurlaub an. Vollpension wie immer, Rund-Um-Die-Uhr-Bespaßung inclusive.
Mal sehen, wieviele Löcher ich wohin bekommen werde. Ob die mir ein Video aufnehmen von der Befahrung (ich liebe diesen Begriff). Das wär obercool. Der Doc hat  wie schon gesagt ne Glatze und das macht ihm mir schon sympathisch. Frau Dr. Coldhand oder eine andere Eisprinzessin wird mir meine Drogen verpassen und schon ist der Tag gerettet. Wie es weitergeht, erfahrt ihr bald an dieser Stelle.
Ich guck mal, was mir hier für ein Song einfällt.... Hmmmmm... Schwerrrr.... Schwerrrr? Berlinnnn? Bonker???? OK, passt nicht ganz aber ich nehms trotzdem:


Dienstag, 11. November 2014

Es geht voran...

zumindest, was meine Reparatur betrifft.
So war ich gestern im MIC Klinikum in Berlin. MIC steht für Minimal Invasive Chirurgie und das läßt ja schonmal hoffen.
Also, 8.30 war Termin und pünktlich um  8.31 halte ich meine Unterlagen in der Hand und mache Hausaufgaben. Durch  die Geschichte und Geschicke der letzen 2 Jahre geschult, geht das Ausfüllen der Anamnesefragebögen erstaunlich schnell und was mich noch mehr erstaunt, ich  kann alle Fragen aus dem Stegreif beantworten. Wenigstens ist keine Frage dabei wie "Haben Sie manchmal Schwellungen an den Geschlechtsorganen?". Was antwortet Man(n) da richtigerweise? Manchmal, vereinzelt, gelegentlich, nie???
So, fertig mit dem Fragebogen und noch nicht mal richtig Johnny Cash im Ohr, ertönt ein zartes Stimmchen und flötet meinen Namen.



Der Doc bittet mich ins Zimmer und los gehts. Vorsorglich hab ich meinen ganzen Werdegang nochmal ausgedruckt und der Doc hat erstmal was zu lesen. Der übliche Spruch kommt: " Na, da haben Sie ja das volle Programm erwischt" und ich darf mich obenrum freimachen. Kurzes Abtasten, aha, ja, also... Das machen wa mit drei Löchern, dann kommt ein Netz rein und dann 2 Tage ausruhen und ab nach Hause. Das hört ich wohl gern. Seine Majestät werden höchst darselbst Hand anlegen, lese ich und bin zufrieden. Noch ein kurzer verbaler Ausflug in meine Berufswelt, 5 Minuten smalltalk über Erdöl, Spritverbauch und Benzinpreise und schon bin ich wieder draußen. Das war schon mal ganz angenehm. Und der Typ war sogar ziemich sympathisch, auch wenn er noch kürzere Haare als ich hatte!
Kaum hab ich die Stöpsel wieder im Ohr (dieses Mal sollten es Evil Conduct sein)


bittet mich eine nette Dame in ihr Sprechzimmer. Es ist die Herrin über Schlaf und Drogen, also die Narkoseärztin. Kurzen Händeschütteln, ich spüre ein eiskaltes Händchen und sie bemerkt mein Zögern und mein Grinsen. Kurze Entschuldigung ihrerseits und kurzer Hinweis meinerseits, dass soooo kalte Hände durchaus Gefrierbrand auslösen können. Nachdem der Lachflash bei der Dame verklungen ist, geht's ins Detail und ich erfahre tolle Dinge über Schlaf, Intubieren und Kreislaufversagen. Erfreulich ist, dass sie wohlwollend meinen Port betrachtet und darüber nachdenkt, mir die Drogen über diesen Weg zu verpassen. Hab ich doch gesagt, dass man darüber auch Drogen nehmen kann. Keiner wollte mir glauben. So, das habt ihr nun davon!
Also, eigentlich  mache ich mir gar keine Sorgen, dass das da ordentlich abläuft.
Ihr findet mich also hier:


Und das ist der Eingang zur Cafeteria. Da muss ich nochmal recherchieren, welche Bewandtnis es mit diesem Gebilde hat....



wird fortgesetzt.... wann auch immer :-)


Freitag, 2. August 2013

Up up and away...

Gestern war Umzug. Herr H. wurde vermittels eines fahrbaren Untersatzes von Beelitz nach Brandenburg verlegt. Nun verbringt er die nächsten Tage in der Kurzzeitpflege der "Jedermann" Gruppe. Das ist im selben Haus, in dem wir morgen die Wohnung  für betreutes Wohnen in Beschlag nehmen werden. 2 Zimmer, Küche, Bad, 45 cm starke Ziegelmauern, gebaut im letzten Jahrtausend und ziemlich nett renoviert.



Hier werden Herr H. und Frau H. dann wohl ihren Lebensabend verbringen. So denn das Umzugsunternehmen morgen seinen Job ordentlich macht und Möbel und Kartons ordentlich in der richtigen Wohnung ablädt. Aber die werden ja wohl wissen, was sie tun!

Der erste Kontakt beim den Kollegen der J-G war durchweg angenehm. Das kann man einfach mal so sagen. Ob beim ersten Gespräch mit Frau Böttcher, bei der Wohnungsübernahme oder in der Kurzzeitpflege mit Frau Wittekoop. Das alles hat ersteinmal einen positiven Eindruck hinterlassen. Ja, und die neuen Bewohner stehen sogar schon auf der Geburtstagsliste, erstaunlich, erstaunlich...

Ja, bleibt ein kurzes Fazit des Aufenthaltes in Beelitz:

+ toller Park
+ faszinierende Architektur
+ Bockwurst und Knacker in der Cafeteria

- Pfleger, die einen anpaulen, wenn Herr H. mal wieder Wasser lassen muss
- Assi-Ärztinnen, die an Arroganz kaum zu überbieten sind
- Wartezeiten von über einer Stunde vom Klingeln bis zum Erscheinen einer Pflegekraft
- Zwangsberieselung mit RTL-Radio auf den Fluren
- und und und

Also, Schlußfolgerung: Man bekomme lieber keinen Schlaganfall! Leider ist die Reha Beelitz die Einzige in zumutbarer Reichweite, die Alternative wäre Wandlitz, nördlich von Berlin, gewesen.

Nachtrag:
Wie BumBumBoris sagen würde:

 Wir sind also drin!
Mit Ausnahme langsam, aber stetig steigenden Blutdruckes ob der um 8.45 immer noch  nicht erschienenden Möbelträger war der ganze Umzug ziemlich entspannt. Bis auf die unglaublichen 36 Grad im Schatten. Die haben uns allen das Wasser den Hintern runter laufen lassen.
Eigentlich stand auf dem Vertrag mit German Umzüge (ja, wörtlich!) 8.00 Uhr, aber wer will schon so kleinlich sein. Na ja, gegen ) Gegen 9.00 trudelten die Herren dann ein und los gings. Auf jeden Fall hat sich das ethnisch durchaus vielfältige Kollektiv von Möbelpackern fleißig bewegt und die Möbel schadlos 3 Treppen hoch gewuchtet. Respekt, Respekt.
Tja, und Sonntag  Mittag war die Wohnung dann soweit aufgeräumt, Herr H. rollert nun fleißig durch die neue Wohnung und hilf mental beim Einrichten. In den nächsten Tagen wird er von der Kurzzeitpflege in die eignen Wohnung wechseln und das "normale" Leben wird seinen Gang nehmen.

Montag, 17. Juni 2013

BOB, also Blog ohne Bilder

Heute mal ohne Bilder, weil es einfach nichts zu zeigen gibt.
Und auch nur mal son kurzes Statement, vielleicht zur Erklärung, warum ich derzeit nicht soooo kommunikativ bin.
Also, es dreht sich ja um Herrn H., der ja nun durch eine Fügung des Schicksals an den Rollstuhl geklebt wurde und dem auch im Kopf ziemlich durcheinander ist. Wenn das Gehirn meint, es will mal nachfragen, wer sich um die Schmutzwäsche kümmert, macht das Sprachzentrum halt die Frage nach der Postanschrift draus. Oder die Frage nach dem Geld zuhause könnte bedeuten, dass Herr H. nur wissen will, wie es Frau H., also deiner Lebensabschnittsgefährtin gerade geht. Bis man des Nachmittags beim Kaffee Sinn und Frage in Übereinklang gebracht hat, kann schon mal eine Stunde vergehen, und glaubt mir, in dieser Stunde hat man mehr als einmal böse Gedanken im Kopf.
Ja, und dieses wirre Spiel der Natur bringt sowohl Schwestern, Pfleger als auch Angehörige an ihre Grenzen. Obwohl alle wissen, dass Herr H. eben nicht wirklich etwas dafür kann... Aber: was tun?
An dieser Stelle setzte ich  mal eine Belohnung aus, für hilfreiche Tipps. Also sagen wir mal 2 Tassen Kaffee, davon eine für mich, ok?
Tja, und damit die ganze Angelegenheit nicht langweilig wird, liegt Frau H. nun auch mal  gerade in Krankenhaus. Vielleicht bekommen  ja die Ärzte irgendwann auch heraus, was ihr fehlt. Was Herrn H. fehlt, ist halt Frau H. Und bei den Irrungen und Wirrungen  im Kopf von Herrn H. bringt das Fehlen von Frau H. die kleine, wirre Welt im Kopf von Herrn H. vollends zum Zusammenbruch... es ist zum heulen, so einfach isses...
Ok, ok, ganz ohne Fotos gehts ja nun auch nicht:

deshalb hier mal Herr H.


bei seiner Lieblingsbeschäftigung... Ja, ich weiß, dass es schädlich ist, aaaaaber: das ist die einzige Ablenkung von öden Klinikalltag. Und liebe Ärzte, WAS spielt das jetzt noch für eine Rolle...